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11. November 2008 von M.Kleinbuntemeier (26 Posts)
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Seit Generationen versuchen deutsche Familienpolitiker mit Geldprämien, Orden, Steuererleichterungen oder Kindergartenplätzen das Aussterben der Nation zu verhindern. Vergeblich. Denn die wahren Ursachen der Heirats- und Gebärverweigerung liegen nicht in den schlaff gewordenen Geldbeuteln, sie stecken vielmehr in den Köpfen der eben ins fortpflanzungsfähige Alter gekommenen Germanen. Wahrscheinlich gilt noch immer die einfache Antwort des großen deutschen Philosophen Loriot: “Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.” Trotzdem haben sie es seit Jahrtausenden geschafft, sich zu arrangieren, für Nachwuchs zu sorgen und sogar schöne Stunden und Lebensjahre miteinander zu verbringen. Das erfordert einige Anstrengung und Toleranz. Sollte es etwa am Mangel daran liegen?

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Zumindest lässt sich das aus der jüngsten Familienstudie des Haushaltsgeräteherstellers Vorwerk herauslesen. Demnach sind die jungen Männer den gleichaltrigen Frauen zu konservativ – und umgekehrt. Ein Volk verschwindet sukzessive aus der Geschichte, weil er nicht Staub saugen will und sie sich nicht im Beruf verwirklichen soll! Die ganze Emanzipationsbewegung von vier Dekaden für die Katz!

Oder stehen wir hier nur erneut vor einem jener rätselhaften Pendelphänomene, nach denen die folgende Generation unbedingt alles anders machen muss als die vorhergehende? Sind etwa die Alt-Achtundsechziger schuld, die mit überkommenen Traditionen gebrochen haben und nun ihren Nachwuchs in den Neokonservatismus getrieben haben? Oder sind es die schon oft beklagten überzogenen Ansprüche junger Menschen an das Leben? Wer schon in der Endphase der Pubertät Ansprüche an einen potenziellen Partner hat, wie sie sonst nur von gestandenen Akademikern in den entsprechenden Annoncen der “Frankfurter Allgemeinen” oder des “Deutschen Ärzteblatts” formuliert werden (Blendend aussehende und erfolgreiche Akademikerin sucht ebensolchen solventen, sensiblen, liberalen, kooperativen, Kunst liebenden) , erzeugt ein gewaltiges Angstpotenzial beim anderen Geschlecht und reduziert die ohnehin begrenzte Auswahl unnötig gen null.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 11. November 2008 um 18:42 Uhr veröffentlicht und wurde unter Haustechnik abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 
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