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23. November 2007 von ErichMariaThiel (14 Posts)
47 mal gelesen

(Ø 4,00)9 Stimme(n)

Sowohl zeitgemäß als auch zeitlos zu sein ist eine wunderbare Eigenschaft – und alle sozialen Netze versprechen dies. Jedes war zwar ein Produkt seiner zeit und sprach die Probleme seiner Generation an, aber jedes hat (manchmal) auch seine Zeit überdauert und wurde zum Standard, um darin Wahrheiten zu entdecken.

Die größte Erfindung der Neuzeit ist nicht die Glühbirne, das Telefon oder der Mikroprozessor, nicht einmal die Relativitätstheorie oder die Quantenphysik. Es ist vielmehr das moderne industrielle Großunternehmen. Diese Erfindung hat – mehr als andere – einem immer größeren Teil der Weltbevölkerung ungeahnten Wohlstand gebracht. Auch wenn heute viel vom virtuellen Unternehmen und von Unternehmensvernetzung gesprochen wird: die Komplexität heutiger Konzerne ist atemberaubend. Daher mag es kommen, dass nun schon zwei ehemalige Bertelsmann Führungskräfte ihr Glück im Internet gefunden haben, die gleich vorgestellt werden.

 

Es geht dabei weniger darum, was sie machen, sondern wie sie es machen. Unabhängig davon kann jeder, der eine Managerfunktion ausübt, viel daraus lernen. Ein Bekannter von mir machte dazu einmal die Bemerkung: „Woran man bei Unternehmen denken muss, ist, dass sie aus Menschen bestehen, bis in die unterste Ebene“. Reichtum in sozialen Netzen entsteht eher aus der Ansammlung von Wissenskapital, denn aus Akkumulierung physischen Kapitals.

MySpace, Facebook, StuiVZ und andere große soziale Netzwerke im Web bekommen Konkurrenz aus Gütersloh in neuen, weltweit in mehreren Sprachen verfügbaren Pattformen. Der Clou dieser beiden wirklich sozialen Netze: Die Plattformen sind gemeinnützig, alle Gewinne werden an soziale Organisationen gespendet, die von den Nutzern selbst gewählt werden. Die Idee und Umsetzung stammt vom ehemaligen Leiter Business Development und vom ehemaligen Teamleiter Oliver Fritsch. Der Traum von einer wirklich sozialen, demokratischen und völlig unabhängigen Gemeinschaft im Internet läßt sich sicherlich nicht bei ihrem früheren Arbeitsgeber realisieren.

Kaioo und Alles-anders sollen besser und einfacher zu bedienen sein als alle existierenden sozialen Netzwerke. Beide wollen dafür sorgen, dass die von den Nutzern generierten Einnahmen nicht in den Taschen großer Konzerne verschwinden – warum wohl?

Original Begrüßungs-Mail
Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß und viel Erfolg!
Herzlichst, Ihr
Oliver Fritsch
Weltverbesserer

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 23. November 2007 um 14:45 Uhr veröffentlicht und wurde unter Regionales abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 

Solche Netzwerke erfüllen keinen Zweck im engeren Sinne, danach darf man nicht fragen.

Der gemeinnützige Gedanke ist doch gar nicht das Ziel von Kaioo, sondern lediglich ein smarter Zug, um das Wachstum zu promoten.

Kojote008

Wer sich tatsächlich sozial engagieren will, und das im Rahmen einer weltweiten Gemeinschaft, der sollte sich betterplace anschauen, die bringen Projekte vor Ort (z.B. Stipendien für Schulkinder in Kamerun) mit Unterstützern aus aller Welt zusammen. Man kann sich ganz konkret für die, z.B. monetäre, Unterstützung für ein Projekt entscheiden und wird dann über den Stand auf dem Laufenden gehalten.

Susi Beck, Herford

Ich denke,das ist nur eine weitere vermarktungsstrategie…der Manager zum Beispiel ,verzichtet auf 2/3 seines alten Gehalts,als er bei Bertelsmann oder so noch Chef war…

Traue niemanden,besonders net in dieser Media-Welt

Ein riesiges Schatten-Imperium von Bertelsmann, das ist Kaioo und meine Meinung ;)

Julia, Paderborn

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