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28. November 2007 von JesusMartinezRuiz (12 Posts)
71 mal gelesen

(Ø 4,15)13 Stimme(n)

Wenn es um Energiepreise geht, lernen die Deutschen das Fürchten. Und die Energiepreise steigen. In dieser Situation wird der Ruf nach einem Verbot der Glühbirnen lauter.

Die Tage der Glühbirne scheinen auch in Europa gezählt. Denn sie, die seit über 100 Jahren unsere Stuben erhellt, ist ein riesiger Stromfresser. Nur gerade 3-5 Prozent der verbrauchten Energie wandelt die Lampe in Licht um. Der Rest verpufft als Wärme, was zwar Heizkosten spart, aber nicht sehr effizient ist. Im Februar kündigte Australien an, herkömmliche Glühbirnen schrittweise zu verbieten – ab 2010 in allen Modellenvarianten. Die Regierung rechnet damit, dass durch den geringeren Stromverbrauch jährlich 4 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. Auch in der EU sollen die schlechtesten Kategorien EU-Energie-Label F und G ab 2008 verboten werden. Das Einsparpotential beträgt heute weltweit 19 Prozent der erzeugten Stroms nur für die Beleuchtung. Weil die sehr effizienten Leuchtdioden erst in wenigen Jahren für den durchschnittlichen Haushalt reif sein dürften, empfiehlt sich die Alternative heute vor allem die Kompakt-Leuchtstofflampe, auch Energiesparlampe genannt.

 

Die schlechte Energiebilanz der Glühbirne basiert auf ihrem Funktionsprinzip: Ihr Herz ist ein dünner, gewickelter Metalldraht, die Wendel. Fliesst durch sie ein Strom erhitzt sie sich und beginnt zu glühen. Dabei wird vor allem Wärmestrahlung freigesetzt: das erwünschte sichtbare Licht macht nur einen kleinen Teil der Strahlung aus. Heute wird als Material für die Wendel meist Wolfram eingesetzt – es hat mit rund 3700 Grad Kelvin (etwa 3430 Grad Celsius) von allen reinen Metallen den höchsten Schmelzpunkt. Bei der üblichen Betriebstemperatur von 2700 Grad Kelvin beträgt die Lichtausbeute von modernen Glühbirnen 3-5 Prozent; das entspricht einer Strahlungsleistung von nur rund 15 Lumen pro Watt. Bei gleicher Helligkeit benötigen Energiesparlampen nur ein Fünftel der elektrischen Leistung. Ausserdem haben sie einen bis zu 15-mal längere Lebensdauer als Glühbirnen.

Bis auf die kompaktere Bauweise sind Energiesparlampen im Wesentlichen wie Leuchtstoffröhren (Neonröhren) aufgebaut. In einer Glasröhre befindet sich eine Mischung aus Quecksilberdampf und einem Gas wie Argon, das beim Anlegen einer Zündspannung zwischen den beiden Rohrenden ionisiert wird. Die Lampe glüht nicht, sie fluorisiert. Trotzdem zögern noch immer einige Verbraucher umzusteigen – aus verschiedensten Gründen. Einer davon ist, dass dieser Lampentyp Quecksilber enthält und daher fachgerecht entsorgt werden muss. Mittlerweile kann allerdings Quecksilber aus alten Lampen rezykliert werden. Als störend empfinden manche auch, dass Energiesparlampen nicht sofort ihre vollen Leuchtkraft erreichen. Für Orte, wie der Keller, wo man das Licht für weniger als 15 Sekunden einschaltet, ist so gesehen eine Energiesparlampe nicht zu empfehlen. Ein weiterer Nachteil der Sparlampen ist, dass man sie meist nicht an Dimmer anschließen kann. Auch der Elektrosmog macht einigen Konsumenten Sorgen. Denn wie alle Elektrogeräte erzeugen die Lampen elektromagnetische Wellen von 50 und etwa 40 000 Hertz. Daher ist bei empfindlichen Menschen ein Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten.

Glühbirne Für die meisten jedoch am wichtigsten ist die Farbe des Lichtes; sie wirkt direkt auf das Wohlbefinden ein. Das Vorurteil, Energiesparlampen verströmten ein kaltes, unangenehmes Licht, gilt heutzutage nicht mehr. Durch die Auswahl der Leuchtstoffe, mit denen die Glasröhre beschichtet ist – es sind verschiedene Phosphorsalze -, Kann das Licht von grün über blau bis zu rot eingestellt werden. Weil Energiesparlampen kein kontinuierliches Lichtspektrum ausstrahlen, sondern nur Licht bestimmter Wellenlängen, können Farben darin verfälscht oder hart erscheinen. Angegeben wird die Farbwiedergabe mit einem Index, wobei 100 den besten Wert markiert, jenen von Glühlampen.

Mit zwei Tricks lässt sich die Energieeffizienz von Halogenlampen noch weiter steigern. Einerseits wird der Halogenbrenner zusätzlich mit Xenon gefüllt, was die Wärmeverluste stark reduziert und die Lebensdauer erhöht. Andererseits kann man den kleinen Kolben aussen etwa mit Niob bedampfen. So lässt sich die notwendige Betriebstemperatur auch bei geringem Stromverbrauch halten, und die Lampen werden aussen nicht mehr heiss. In Deutschland sind sie unter dem Namen „Halogen Energy Saver“ bereits erhältich. Weil die Halogenlampe in eine birnenförmige Glashülle eingefasst ist, sieht sie auch aus wie die gewohnte Glühbirne.

Heute muss man sich daher genau überlegen, wofür man eine Lampe braucht und welches Licht man sich von ihr erhofft. Mit Tauschaktionen helfen die Elektrizitätswerke bei der Umstellung. Das Interesse der Kunden an effizienten Lampen scheint daher zu wachsen – bislang auch ohne gesetzlichen Präferenzen. Hält der Trend an und sind die Benutzer mit den Lampen auch zufrieden, könnte es tatsächlich bald „Licht aus!“ heißen für die Glühbirne.

 

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 28. November 2007 um 22:23 Uhr veröffentlicht und wurde unter Haustechnik abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 

Nun kennt man die unappetitlichen Nebenwirkungen des ungebremsten und stets steigenden Konsums dieser Energieträger. Es gibt ja genug Menschen, die diesen reduzieren wollen zugunsten alternativer Formen.
Das Problem ist nur, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, die in Ländern leben, wo die Diskussion um eine Wasserstoffwirtschaft ungefähr genauso fragend bewertet wird wie ein Flug zum Mond. Die Leute wollen JETZT dahin wo wir schon sind. der Kollaps droht. Indien, China und andere. Da gibt´s Nachholbedarf.

Der Umschwung zu Erneuerbaren Energien in Deutschland ist wesentlich einfacher. Die Energiepreisen werden immer weiter am steigen, ein wirkliches Ende ist nicht in Sicht. Spätestens wenn sich die Kosten pro kWh von fossilen Brennstoffen an die Kosten der Erneuerbaren Energien angepasst haben, wird sich die Energiegewinnung verschieben. Den Atom Ausstieg halte ich jedoch für einen Widerspruch zu der Tatsache dass man den CO2 Ausstoß verringern will.

Jens B., Lage

Also so schlimm ist es ja wohl auch noch nicht. Zumal der Mensch die Fähigkeit hat sich jeder Situation an zu passen. Ich glaube wenn dem nicht so wäre, würden wir heute hier nicht mehr schreiben!

Wer rechtsschreibfähler finded darff sie behallten!

Ballermann61

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