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8. Mai 2008 von westaflex (117 Posts)
91 mal gelesen

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Mit sehr viel Interesse haben wir bei Westaflex von der Blogparade zum Wissens-Management erfahren. Einem Thema, dem wir uns seit geraumer Zeit verschrieben haben. Besonders vor dem Hintergrund, dass mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern auch stets ein Abfluss von Erfahrungswissen geschieht. Und eine Volltext-Suche immer notwendiger wird, um “den Wald vor lauter Info-Bäumen” überhaupt noch überschaubar zu halten.

Mit welchen Theorien kann die kollaborative Konstruktion von Wissen und individuelles Lernen mit Wikis beschrieben werden? Was ist aus Sicht unterschiedlicher Fachrichtungen spannend und relevant beim Einsatz der Technologie Wiki. Welche empirischen Untersuchung gibt es, zu welchen Ergebnissen kommen Sie?

Westapedia Auf diese Frage fällt uns der Begriff Schwarm-Intelligenz ein. Die Gemeinschaft oder Gesamtheit Aller ist stets schlauer als ein Einzelner. Aus dem Blickwinkel der Wissenschaft sind bestimmt die Akzeptanz und die Bereitschaft zum Teilen von Macht und Wissen interessant. Und wir glauben auch, dass es dort empirische Forschung zum Thema gibt. Wir selbst haben gemacht und erst später großartig gegrübelt. Und halten diesen Ansatz des gemeinsam wachsenden Wissenspools beim Mittelstand für praxistauglich.

Welche Wiki-Werkzeuge gibt es? Welche Eigenschaften haben Sie, welche Vorteile, welche Nachteile? Wie ist ihre Bedienbarkeit, wozu können Sie eingesetzt werden? Welche Kombination mit anderen Tools sind sinnvoll und weiterführend?

Also VOR der Wahl des zu uns passenden Tools haben wir uns mit MediaWiki (zu kompliziert), Twiki (unsicher) oder OpenGroupware (grausam schlecht programmiert) beschäftigt. In den meisten Fällen muss VOR der eigentlichen Anwendung erst Java, Tomcat, Apache und der gesamte Stall an Umgebung gestartet sein. Auch die Anzahl an fertigen Themes, also Oberflächen, sowie Plug-ins in Form von Kalendarium usw. war für uns wichtig. In Punkt der Bedienbarkeit gibt es sehr wenig Browser im Kiosk-Mode und wenige Anwendungen, die zur Laufzeit MEHERE Datenbank-Quellen zulassen – also etwa DB2, dBase, mySQL gleichzeitig. Im Sinne von Web 2.0 Funktionen sollte die Integration von VoIP und auch ICQ statt Mail-Kommunikation gegeben sein. Web-Konferenzen und Anbindung von Partnern und Außendienst von Teilbereichen der Wissensdatenbank im Webzugriff sollte möglich sein. Bei gleichzeitig hoher Zugriffs-Skalierung.

Welche erfolgreichen Projekte gibt es, die auf Wikis setzen? In welchen Kontexten werden Wiki eingesetzt? Welche Probleme traten auf, wie wurden sie gelöst?

In unserem Fall kommt Plone zum Einsatz mit der Zope Datenbank auf der IBM AS/400 im IFS-Hochverfügbarkeits-Dateisystem (derzeit 380.000 Dokumente und ERP-Anbindung). Es sind die Einzelgesellschaften und verschiedenen Sprach-Oberflächen eingebunden. Die Menüstruktur ist Abteilungs-übergreifend und damit prozess-unterstützend. Wir haben unsere Wissensdatenbank Westapedia in Anlehnung an Wikipedia genannt. Damit war jedermann klar, wozu die neue Darstellung und Strukturierung des Unternehmenswissens dienen sollte. Die Einführungs-Herausforderungen waren die Anlage von Rollenprofilen statt der bisherigen Benutzerprofile-Denke.

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 8. Mai 2008 um 17:21 Uhr veröffentlicht und wurde unter Innenansicht abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 

Wow! Der erste Beitrag zur Blogparade kommt von Praktikern. Spannend, dass Sie Wikis wie sich das anhört, erfolgreich im Wissensmanagement einsetzen!

Schöne Grüße
Johannes Moskaliuk

Das mit den Rollen klingt spannend. Warum haben Sie das so gemacht? Welche Rollen haben Sie definiert? Und wie hat sich das in der Praxis bewährt?

@Christiane Schulzki-Haddouti

Guten Morgen Frau Schulzki-Haddouti
,
gern fasse ich die Grund-Ideen nachfolgend zusammen:

VORHER (ohne Wiki)
Anwender
Zuordnung Landesgesellschaft
Zuordnung Sparte
Zuordnung Team
KEIN Home-Laufwerk, da Idee der Teamarbeit
Schwierigkeit: Sparten- und Team-übergreifende Projekte

NACHHER (mit Wiki und Web 2.0 Funktionen)
Aufhebung der Abteilungs-Ordner
zugunsten jeweiligem Firmen-Wissenslaufwerk
nach vorgebener Grundstruktur nach Personenkonto-Nummer (Kunde, Lieferant)
Zuordnung mittels Assoziationen und Verknüpfung
Berechtigung zum Lesen hat jeder Mitarbeiter (Leserschaft)
Erlaubnis zur Informationsablage die jeweiligen Projektmitglieder (Autoren)
Freigabe zur Veröffentlichung teilweise durch Spartenleiter (Redakteur)
Nutzung selektiver Inhaltsbäume durch Aussendienst (Leser, Autoren)
Einbindung externem Input durch Fachabteilungsleiter (Redakteur)
Zuordnung: KEINE Personenbezogenen Rechte, sondern Anbindung an Gruppenrechten

Prinzip der Teamarbeit: KEINE Geheimnisse voreinander, daher auch gemeinsamer Pool-Mail-Eingang, sowie ALLE relevanten Projektinfos zur Verfügung gestellt. Assoziationen ähnlich MindMaps unbedingt erwünscht und durch Volltext-Plone erfüllt.

Der Projektpartner Perfact Bielefeld hatte gerade in diesem Bereich zahlreiche erfolgreiche Beispiele vorzuweisen: Rossmann Anbindung aller Niederlassungen an zentrale AS/400; Möbelhersteller Venjakob mit Anbindung aller Lieferanten an Bestellungs-ABHOL-System und Lagerreichweiten-Info; Roncardin Eiscreme oder Meyra Rollstühle Anbindung an AS/400 Zentral-Warenwirtschaft mit interaktivem Frontend durch Info-Wiki mit Notiz und Barcode-Dokumenten-Archivierung usw..

Unsere Idee: die Grenzen der verschiedene Datennetze und Datenbanken verbinden sich in einem Frontend für den Anwender. Intra-, Extra- und Internet-Feedback läßt sich flexibel einbinden für eine Gruppenarbeit, die nicht „hinter dem Firmentor“ aufhört. So lassen sich bspw. auch elegant Home-Arbeitsplätze einbinden und Technologie wie VoIP integrieren. Wir haben das Gefühl ein nicht begrenztes Werkzeug mittels Plone und Zope einzusetzen.

Viele Grüße zu Pfingsten ;)

 
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