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13. August 2008 von decuir (43 Posts)
80 mal gelesen

(Ø 3,63)19 Stimme(n)

Werde ich den erhofften Karrieresprung dank Blogging machen, vielleicht sogar den passenden Mann fürs Leben darüber finden? Und was geschieht, wenn ich die Lebensplanung der Blogosphäre überlasse? Blogs – alles scheint machbar.

Ja, ich kann es selbst kaum zu glauben, wie viele Menschen – inklusive mir natürlich – ihr Lebensglück nach der Blogospäre ausrichten (die Kollegen im Büro sind eine gute Recherchequelle): da ein Glückstag, dort ein super-erotisches Posting, und obendrein auch noch Monate, in denen der Authority-Index sehr vielversprechend steigt. All das wird bei mir vermerkt für die optimale Blog-Terminierung, vom Urlaubs- bis zum Hochzeits-Kommentar.

Na also, “die Blogosphäre liebt Dich”. Und das ist – gerade zur aktuelle Blogparade darüber – sehr wichtig, denn positive Zukunftsaussichten stimmen grundoptimistisch und bringen einfach Spaß!

Ich habe das Gefühl, einfach alles sei denkbar/machbar: eine schicke neue Wohnung, neue Freunde, mehr Zeit für die Familie und so weiter – neues Posting, neues Glück! Hat eigentlich jemand jemals die eigenen Blog-Beiträge im Nachhinein überprüft? Stimmten die Vorsehungen-, Behauptungs- und Erfolgsgeschichten mit dem späteren, tatsächlichen Geschehen überein? Es wäre doch mal ein guter Vorsatz, die eigene Trefferquote zu hinterfragen. Ich weiß: Spielverderber!

Wenn die eigenen Blog-Beiträge zum Lebensglück nicht reichen, muss der Leser als Sparringspartner einspringen und mich vor zukünftigen Schreibblockaden und bösen Flüchen bewahren. Auch, wenn darin immer wieder neue Aspekte mit den Kommentaren auftauchen, bleibt doch insgesamt ein gutes Gefühl sich ausgetauscht zu haben….. Die Aussagen über das eigene Blogthema und besondere Anmerkungen der Leser, schmeicheln schließlich dem Ego und tragen zur persönlichen Sinnsuche bei.

Ebenfalls beliebt: Blog-Werbeeinnahmen. Eine Bekannte ließ sich einige Plugins in ihr Blog einbauen und siehe da: Der Rubel rollt! Auch ansonsten kritische Zeitgenossen – wie ich – vertrauen regelmäßig auf die eigene Unabhängigkeit und halten den eigenen Blog lieber werbefrei. Sehen die kleinen Werbefensterl im Anfang noch ganz putzig aus, verwandeln sie sich meines Erachtens in Nervtöter, mit dem die Begeisterung für einen Blog steht und fällt.

Letztlich habe ich als eine Autorin die Geschicke im Blog selbst in der Hand. Na ja, und ein bisschen auch meine Leser.

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 13. August 2008 um 18:26 Uhr veröffentlicht und wurde unter Internet & Technik abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 
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