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8. März 2010 von HectorDoNascimentoSantos (5 Posts)
878 mal gelesen

(Ø 3,75)8 Stimme(n)

Meine Mutter ist 75 und fit. Vor allem geistig. Und deshalb sitzt sie auch gern am PC. Homebanking, online lesen, mails. Nur mit der Administration hat sie es nicht ganz so. Wenn da was ist, holt sie mich. Ist ja auch kein Problem. Virencheck, DSL-Router einrichten, Firewall sind nicht jedermanns Sache. Also sagte sie mir vor ein paar Tagen Bescheid, weil es niemandem mehr gelang, mails an sie loszuwerden. Es kam immer die Fehlermeldung Postfach voll zurück.
Den Pop3-Zugang zu einem freemail-Konto bei web.de hatte ich ihr irgendwann 2001 oder 2002 eingerichtet. Ich dachte immer, da werden mails auf dem web.de-Server gleich mitgelöscht, ist aber wohl nicht so.

Einfache Sache, denke ich mir. Loggst Du Dich mit ihren Zugangsdaten bei web.de ein und räumst auf. Ja, aber ganz so einfach ist es nicht – wir wissen einfach nicht mehr das Passwort, unter dem wir sie damals angemeldet hatten.
Und damit beginnt der Ärger.

Selbstverständlich kann man sich das Passwort neu zuschicken lassen – an eine alternative mail-Adresse. Die besitzen wir aber nicht, wie uns online mitgeteilt wird.

Aber man könne sich bei Passwort-Problemen natürlich gern an den technischen Support wenden. Telefonnummer 0900 irgendwas, für 1,86 Euro die Minute. Okay, wenn es dem guten Zweck dient … da es aber todsicher eine Sicherheitsfrage gibt (“wie lautet der Mädchenname Ihres Lieblingstieres?”) bitte ich die Online-Seniorin, sich selbst dort zu melden.

Hätte sie auch getan, aber denkste. Schon nach 09 ist immer besetzt. Bei mir zu Hause, als ich es probiere, auch. Ich weiss nicht, ob die Telekom die Internet-Konkurrenz nicht mag oder wieso sonst, es geht vom Festnetz einfach nicht.
Na ja, sage ich mir. Rufst Du mal den Kundendienst unter der ebenfalls kostenpflichtigen 0180er-Nummer an. Automatische Ansage, ich habe die Möglichkeit je nach Art meines Problems eine Nummerntaste zu drücken. Fast. “Bei Problemen mit Freemail wählen Sie bitte Telefonnummer 0900 irgendwas, für 1,86 Euro die Minute”. Ah ja.

Dann eben per mail. Ich durchsuche die Kontakte auf http://www.web.de – nix. Aber als online-freak weiss ich ja, dass das Impressum eine gültige mail-Adresse zu enthalten hat. Ich finde info@web.de, schreibe eine mail in der ich darauf hinweise, dass die 0900er Nummer aus dem Festnetz nicht erreichbar ist, schildere kurz das Problem der 75jährigen und frage nach kostenpflichtiger Alternative oder anderer Kontaktmöglichkeit an.

Und was finde ich unter http://kundenservice.web.de/ ? Richtig: Den Hinweis, man möge doch bitte die Telefonnummer 0900 irgendwas, für 1,86 Euro die Minute, wählen. Ich glaub’, ich muss da jetzt mal persönlich hin.

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Der Beitrag wurde am Montag, den 8. März 2010 um 01:12 Uhr veröffentlicht und wurde unter Internet & Technik abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 

Das Problem hatte ich in ähnlicher Form auch schon. In ein paar Tagen wird eine Mail kommen, in der man darauf hingewiesen wird, dass man das Passwort nicht ohne weiteres zuschicken könne. Man benötige dies schriftlich mit Kopie des Personalausweises zur Identifizierung…

Aus persönlicher Erfahrung: Google Mail. 8GB Platz, eine ganz simple Oberfläche ohne Lottozahlen und Boulevardnachrichten, auf der es nur die eMails gibt. Kostenlos und gut.

 
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