8. März 2010 von Landeshauptmann (28 Posts)275 mal gelesen
Mein Gott, nun ist Aschermittwoch auch schon wieder über 2 Wochen her. Der Tag, an dem die Fastenzeit begonnen hat. Der Tag, seit dem ich auf jegliches Bierchen vor dem Fernseher oder in geselliger Runde mit Freunden verzichte.
Und noch nie ist es mir so leicht gefallen wie dieses Jahr. Keine Sehnsucht nach einem kühlen Pils, kein Schmerz in den Ohren, wenn Gäste es nach dem Griff in meine Bierkiste ploppen lassen, kein verstohlener Blick nach der Karaffe, in deren geschliffenem Glas sich ein dunkler Single Malt bricht.
Ich weiß nicht, Fasten ist irgendwie auch nicht mehr das, was es mal war. Keine echte Herausforderung, kein wirkliches Überwinden des inneren Schweinehunds. Ich komme nämlich täglich mit zwei Brötchen aus. Die Kolleginnen im Büro nebenan nicht. Zwischen ihren Schreibtischen steht ein Teller mit Schokolade, Keksen, Pralinen, der ständig vervollständigt werden muss, weil er alle paar Stunden leer zu werden droht.
Gestern war ich dienstlich unterwegs und habe von den beiden den Auftrag bekommen, auch noch Donuts vom Bahnhof mitzubringen. Habe ich gemacht. 12 Stück. Die stehen jetzt auf dem Besprechungstisch im Nachbarbüro und werden den heutigen Abend nicht mehr erleben. Ohne, dass ich etwas dazu beitragen müßte.
Die Kolleginnen sehen schlank aus. Ich nicht. Ich hoffe, das ändert sich. Vielleicht lasse ich nächstes Jahr statt der Leber das Gehirn fasten.













Bring die Sache ins Rollen, und füll das untere Formular aus.