8. Januar 2010 von KathleenKelly (7 Posts)694 mal gelesen
Wenn einer sagt, wir sind bald über den Berg, denkt er da an die Talsohle? Erwarten wir statt des Lichts am Ende des Tunnels den entgegenkommenden Zug? Die Sprachverwirrung ist groß. Denn beim Minuswachstum schrumpft ja nicht das Wachstum, sondern die Schrumpfung wächst. Der jüngste Aufschwung, das wissen wir nun, ist eigentlich ein Aufstieg.
Am Anfang hofften alle noch auf einen V-förmigen Verlauf, so eine Art Bungee-Jumping mit Keynes: Kurz vor dem Aufschlag reißen uns die Konjunkturprogramme wieder hoch. Dann war vom L-Verlauf die Rede: steiler Sturz, lange Stagnation. So etwas passt aber nicht zur Grundeinstellung von Politikern, Bankern und Unternehmern, deshalb wurde aus dem V das U. Allerdings eines mit gaaaanz langem Boden, weshalb man auch vom Badewannen-Verlauf spricht.
Wir wären also jetzt da, wo die Seite der Wanne sich aus Richtung Boden rundet. Es geht schon aufwärts, aber nicht mehr ganz so schnell. Und leider, leider dauert es auch ziemlich lange, bis es wieder nach oben geht. Ist das jetzt Badewanne? Auch im Planschbecken kann man verbal ertrinken. Oder zieht in der Wanne demnächst einer den Stöpsel – und die Wirtschaft verschwindet im Abfluss?













Anstatt Erholung sind Produktionsrückgänge im Maschinenbau angeblich angesagt, und die Produktion von Investitionsgütern ging ebenso zurück anstatt mehr zu werden 8wie von etablierten ‘Vorhersagern’ prophezeit. Auch die Produktion von Konsumgütern sank, was aber die nicht interessiert, die verantwortlich sind.