27. August 2009 von Baumbeleidigung (13 Posts)156 mal gelesen
Ganz offensichtlich ist, dass Personal abgebaut wird. Das trifft auch Führungskräfte und Top-Manager, von denen man eigentlich erwartet, dass sie auch in schwierigen Situationen Optimismus und kühlen Kopf bewahren. Immerhin bewegten sie Millionen, schlossen Betriebe, bauten neue auf, entließen selbst häufig genug Mitarbeiter und managten Veränderungen bei ihrem bisherigen Arbeitgeber. Doch ihre persönliche “Veränderung” scheint sie vom Stuhl zu hauen. Und mir fällt auf, nie war die Gruppe der Pessimisten und Optimisten markanter erkennbar.
Muss ein Mitarbeiter unbedingt die gesamte Entwicklung miterlebt haben? Kann er die Eigenarten der Branche nicht kurzfristig erlernen? In den Unternehmen sitzen heute oft Mitarbeiter, die einen Job machen, den sie nicht klassisch erlernt, sondern sich angeeignet haben – durch interne Weiterbildung, aus Interesse oder einfach durch Ausprobieren. Sind das schlechtere Mitarbeiter? Gewiss nicht. Solche Mitarbeiter kommen aus anderen Branchen, waren in anderen Berufen, vielleicht im Ausland tätig. Diese Mitarbeiter bringen einen weiten Erfahrungshorizont mit, der ebenfalls von Wert ist – für den Arbeitnehmer, aber auch für den Arbeitgeber, der von ihren besonderen Erfahrungen profitiert.
Der Pessimist und Jammerer. Die Zeit der Personalanpassungen hat insofern viel Gutes: Unternehmenslenker, die für diesen Job eigentlich nicht geschaffen sind und es auch noch nie waren, werden aussortiert. Wer jammert, gehört zweifellos zu dieser Gruppe, denn wer Verantwortung tragen kann, der jammert nicht. Der handelt.
Trotzdem schrecken Arbeitgeber häufig vor Seiteneinsteigern zurück. Sie sind ihnen zu unberechenbar und möglicherweise morgen wieder weg. Vielleicht fürchten die Arbeitgeber sogar den breiten Horizont, den diese Mitarbeiter mitbringen, der vielleicht breiter ist als ihr eigener. Sie können über ihren Tellerrand schauen, was nicht immer erwünscht ist.
Jammern Sie mit? Ganz ehrlich? Nein, vielleicht nicht. Sehen Sie die Chance, die Sie jetzt haben, zu handeln. Eventuell sogar Neues zu tun. Nie waren die Zeiten besser, um alte Zöpfe abzuschneiden und sich darüber klar zu werden, was man besonders gut kann und wo man in Zukunft hin will. Generalisten sind erfahren und vielseitig einsetzbar. Flexible Mitarbeiter sind ein hohes Gut, und sie werden zukünftig immer wichtiger. Darum: Mehr Mut, mehr Toleranz, mehr Aufgeschlossenheit! Kein Arbeitgeber sollte auf Generalisten verzichten. Und kein Arbeitnehmer sollte sich den Schneid abkaufen lassen, einer zu sein!
Yes we can!













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