27. Februar 2009 von SalamahTrade (4 Posts)193 mal gelesen
Für die meisten ist Entdecken ein Kinderspiel zu Ostern, für Forscher ist es eine Lebensaufgabe. Ein Überblick über die begehrtesten Fundstücke aus den wichtigsten Disziplinen. Erinnern Sie sich noch an das Moorhuhn? Nachdem der USB-Raketenwerfer in der Bürogemeinschaft bereits Begeisterungsstürme provoziert hat, sorgt nun mein neuer Indoor-Hubschrauber “Mosquito” für Abwechslung und für den kleinen Bürospaß zwischendurch.
Denn die Arbeit im Großraumbüro kann mitunter ganz schön anstrengend sein. Gut, dass es immer wieder findige Kollegen gibt, die sich lustige Spielchen wie beispielsweise Hindernislauf oder Drehstuhl-Rudern ausdenken. Schon beim Auspacken ruhen die neidischen Blicke der Kollegen auf mir. Als ich den Hubschrauber dann nach 30-minütigem Stromfassen von der Leine lassen will, bin ich allerdings etwas irritiert. In der Bedienungsanleitung steht, ich solle mich genau an die Anweisungen bezüglich des Ladevorgangs halten. Dort steht allerdings auch, dass eine rote LED am Netzteil signalisiert, dass der Hubschrauber genug getankt hat. Allerdings fehlt eine solche Lampe am Netzteil, und auch am “Mosquito” selbst gibt es keine Ladeanzeige.
Da meine Kollegen und ich nicht länger warten können, werden die ersten Flugmanöver vorbereitet. Die Optik des “Mosquito” beim Einschalten in der Dämmerung ist umwerfend. Die roten und blauen LEDs lassen das futuristische Insekt wie einen fliegenden Roboter aus einem Science-Fiction-Film erscheinen. Leider erweist sich das Gerät als ausgesprochen Steuerungsresistent. Zwar gelingt es mir abzuheben. Aber außer mehrmaligem Trimmen, um unerwünschte Drehbewegungen zu regulieren, geht nicht viel.
Dabei wirbelt er mächtig Luft auf und bringt die Unterlagen der Kollegen durcheinander. Den Vorschlag einer Mitarbeiterin, das Gerät im Sommer als Ventilator zu nutzen, nehme ich dankbar auf. Gelegentliche Abstürze steckt der Roboter weg. Auch als er sich in der Rolloschnur verfängt, lässt er sich wiederbeleben. Für knapp 30 Euro überwiegt bei der Spaß-Frustrationsampel der Funfaktor.
Natürlich ist das für die Mitarbeiter die Gelegenheit, die Steuereinheit an sich zu reißen – jeder will beweisen, dass er der bessere Pilot ist. Zu meiner Erleichterung gelingt dies nicht vollständig. Dafür knallt mein Fluggerät mehrmals gegen sämtliche Wände und Lampen. Schon nach wenigen Minuten ist daher Schluss mit dem Flugspaß. Das Gerät bleibt auch nach mehrmaligen Ladevorgängen dunkel und stumm.
Ein Umtausch funktioniert reibungslos, und nach wenigen Tagen kann ich erneut abheben. Auch die Kollegen nehmen den “Mosquito” freudig in Empfang. Inzwischen gibt es eine Warteliste der Bürogemeinschaften, ich warte auf die ersten Bestechungsversuche.
Der neue “Mosquito” lässt sich zwar leichter steuern, ein Kinderspiel ist die Bedienung aber nicht. Noch immer ist starkes Trimmen erforderlich. Auch der einfache Geradeausflug wird zur Herausforderung. Das Fluggerät nach rechts oder links zu manövrieren ist nahezu unmöglich. Aber durch geschicktes Vor- und Rückwartssteuern kann ich den “Mosquito” durch den Raum bewegen.
Leider ist der Spielspaß auf zehn Minuten begrenzt. Dann macht der Akku schlapp, und das Insekt muss wieder für eine halbe Stunde Strom saugen. Die Ablenkung ist daher kaum länger als beim Moorhuhn. Dabei gab es allerdings eine Chef-Taste. Durch sein lautes Surren und den Auflauf der Kollegen wird der Vorgesetzte auf jeden Fall auf den “Mosquito” aufmerksam. Dann besteht die Gefahr, dass er das Gerät für sein eigenes Büro konfisziert. Zum Glück brauche ich es für meine Arbeit.
P.S.: Nur fürs Protokoll: Ja, ich habe an diesem Tag auch noch gearbeitet…













Bring die Sache ins Rollen, und füll das untere Formular aus.