21. Januar 2009 von JoeFox (3 Posts)167 mal gelesen
“Erfolgreich zu sein heißt anders als die anderen zu sein”, sagte der ewige Stadtneurotiker Woody Allen einmal. Der Vorsprung ist in unserer schnelllebigen und äußerst kopierfreudigen Zeit zwar oft nur klein, aber er reicht manchmal aus, um ein kurzfristiges Monopol aufzubauen und nachhaltige Markenwirkung bei den Kunden zu erzielen. Dyson-Staubsauger, iPods oder die Senseo-Kaffeemaschinen sind prima Beispiele dafür. Nachahmer überfluten inzwischen den Markt, aber den Nimbus der Originale können sie nicht zerstören.
Zwei Schuhverkäufer sind im Busch von Zentralafrika unterwegs, um neue Absatzmärkte zu erkunden. Nach einigen Tagen sendet der eine Verkäufer seinem Chef aus einem Hotel folgende E-Mail: “Leider nichts zu verkaufen. Die Eingeborenen tragen keine Schuhe.”
Auch sein Kollege schickt eine Nachricht an den Chef: “Riesige Chancen! Keiner der Eingeborenen trägt Schuhe. Wir können den Markt beherrschen. Ich habe den größten leer stehenden Laden angemietet. Schicken Sie, was unser Lager hergibt.”
Es verdeutlicht einen fundamentalen Unterschied im Denken der beiden Mitarbeiter. Der eine analysiert den Markt nach althergebrachten Schemata und sieht nur das, was ist, nicht aber, was sein könnte.
Ganz anders sein Kollege: Er steckt bewährte Rezepte in die Mottenkiste und denkt anders, quer, neu. Er bricht die Regeln und schafft einen Markt, wo andere gar keinen erkennen. Ohne den Mut solcher kreativen Köpfe gäbe es heute keinen Walkman, keine Post-its und keine beutellosen Staubsauger. Denn für diese Produkte gab es damals überhaupt keinen Markt.
Nehmen Sie beispielsweise James Dyson, den Mann, der den Staubsauger neu erfunden hat. Er akzeptierte einfach nicht das seit Jahrzehnten im Wesentlichen unveränderte Bauprinzip der Industrie, sondern entwickelte eine neue Saugtechnik ohne Beutel.
Quer zu denken wird so zur Notwendigkeit für das Berufsleben. Das bedeutet keineswegs, blind alle bewährten Prozesse zu zerstören. Aber es bedeutet, nicht blind gegenüber Veränderungen zu sein. Wie sagte doch Ken Olsen, Gründer der einst zweitgrößten Computerfirma Digital Equipment, im Jahr 1977: “Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand in der Zukunft einen Computer bei sich zu Hause haben sollte.” Ach, wirklich?













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