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7. Oktober 2008 von SommerInterview (5 Posts)
114 mal gelesen

(Ø 4,00)12 Stimme(n)

Jetzt endlich werden die Zwangsbeitragszahler zum Freiwild der Krankenkassen, der Gesundheitsindustrie und der Politik. Am 1.1.2009 muss jeder 15.5% vom Bruttolohn oder Rente an seine Krankenkasse zwangsweise abführen. Dazu nochmals 0.9% Eigenanteil macht zusammen mit Arbeitgeberanteil (Rentenversicherungsanteil) einheitlich 16.4%!

Na das ist doch endlich mal eine tolle Reform nach der 3%-igen Mehrwertsteuererhöhung. Und wie das den Wettbewerb der Kassen ankurbelt, mag man sich gar nicht erst vorstellen.

Wenn allerdings die Kosten im Gesundheitswesen durch die unersättliche Gesundheitsindustrie weiter ansteigen sollten, dann müssen die Versicherten alleine den von den Kassen erhobenen Mehrbeitrag zahlen. Das kann dann Durchaus bei der einen oder anderen Kasse, die durch Bauchtanzprogramme und sonstigen Blödsinn das Geld verschleudert mal eben 50€ im Monat, 600€ im Jahr mehr sein. Und das wird jedes Jahr ein Automatismus sein, weil die Kosten stetig weiter steigen werden und keiner diese kontrollieren kann und will.

Das ist wirklich eine Superreform, die unsere Politikspitzen einschliesslich der Sonderschullehrerin Ulla Schmidt veranlasst haben. Aber vielleicht haben wir Blöden das ja auch nur so verdient.

Wie man hört, soll ja der Arbeitnehmer dann mit 0,5% weniger Beitrag von der Arbeitslosenversicherung entlastet werden. Macht für den Arbeitnehmer unter dem Strich 0,25% aus, die andere Hälfte kriegt der Arbeitgeber.

Der Rentner zahlt allerdings volle Erhöhung und kriegt keine Entlastung. Ist auch nicht nötig, da dieser sowieso schon eine zu hohe Rente bezieht und nicht weiß wohin mit seinem vielen Geld. Der kann dann sozialverträglich ableben woraus sich die beste Entlastung des Systems ergibt.

Na denn, ein Hoch auf diese gut gelungene Gesundheitsreform, die Abzockerei der großen Koalition geht unverblümt weiter und alle sind ruhig.

Hoffentlich wissen das die Wähler noch bei der nächsten Wahl.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 7. Oktober 2008 um 17:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter Buntes abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 

Damit ich die richtige Partei beim nächsten mal auch finde:
Welche wird die Gesundskosten und die Beiträge senken?
Zum Thema “Zwangsbeitragszahler”: sollte man das Gesundheitssystem nicht ganz dem freien Markt überlassen und gnadenlos deregulieren, genauso wie man das beim der Bankenindustrie gemacht hat?

Hey, Alex
Recht hast du.Und das dumme Geschwätz, daß wir immer älter werden, kann ich schon lange nicht mehr hören. Die Rentner haben ja auch über 50 Jahre Beiträge bezahlt. Sollen die jetzt alle den Löffel abgeben? Aber eine Hoffnung habe ich noch: Vielleicht gibt es mal Strom und Holz zum heizen auf Krankenschein.Die Krankenkassen können ja dann auch mit unseren Beiträgen das abgestürzte Neutronenprojekt fördern, und unsere Soldaten im Ausland unterstützen.Zur Ulla hier lieber keine Anmerkung von mir.
Koro

@Alex

Du bist also der Ansicht, das es sich bei dieser Beitragserhöhung um eine Reform handelt und man diesen Parteienblödsinn so hinnehmen soll, weil es die anderen auch nicht besser machen können?

Du bist auch der Meinung, das es richtig ist, sich in Zukunft von der paritätischen Finanzierung (hälftig Arbeitgeber/Arbeitnehmer) ausser den jetzt schon o,9% Eigenanteil ganz zu verabschieden?

Das wird so kommen, weil der Arbeitgeberbeitrag mit diesem Gesetz festgeschrieben wurde.

Alles was jetzt an mehr Beitrag kommt zahlen die Versicherten alleine. Hoffentlich fallen dann auch die Nettolöhne und die Renten in der entsprechenden Höhe aus.

Warum nicht gleich diesen ganzen Sozialblödsinn mit Solidaritätsgedanken aufgeben und das System total in Richtung Privatversicherung verändern?

Dann wird die Eigenverantwortung des einzelnen gestärkt und es wird ein Wettbewerb eintreten.

Die 0,9% Eigenanteil kommen zu den 15.5% noch dazu, das verschweigt die Politik weil sie ja die Lohnnebenkosten auf dem Rücken der Arbeitnehmer unter 40% halten will.

Oh man, was für ein tolles Thema.

Seit ihr wirklich der Ansicht das dass alles an den Freiwilligen Beitragszahler ausgelassen wird, ihr solltet lieber mal die ca.14 Mio Simmelanten zu diesem Thema Befragen.

Es stimmt schon ,das alles an den Freiwilligen Beitragszahler ausgelassen wird ! aber nur noch auf kurze Zeit.

@Alex

Welche Partei macht es besser?

Ich weiß es nicht, aber Ansatzweise hat die FDP entsprechende Vorschläge gemacht. Mehr Privatisierung mit entsprechender Kostenkontrolle durch den Patienten.

Würde den Abrechnungsbetrug eindämmen und Kosten sparen. Die Privaten machen es doch auch so.

Rückvergütung von Beiträgen bei nicht Inanspruchnahme von Leistungen.

Die Liberalisierung bringt nur dann etwas, wenn auch die Kontrolle dafür optimiert wird, genauso wie es bei jeder KFZ-Versicherung auch schon der Fall ist.

Beispiel:

Es ist für jeden Autofahrer selbstverständlich sich für eine Reparatur einen verbindlichen Kostenvoranschlag geben zu lassen und den seiner Versicherung vorzulegen. Nach Prüfung durch den Kunden und der Versicherung und erfolgreicher Reparatur wird die Werkstatt bezahlt.

Warum wird das im Gesundheitsgeschäft nicht auch so gemacht?

Warum wird im Gesundheitsgeschäft niemand für die jährlichen 44000 Toten Menschen verantwortlich gemacht, die durch Ärztepfusch ums Leben kommen.

Ich würde sagen hier wäre nicht nur Schweigen angebracht, sondern Liberalisierung um die Misstände aufzudecken.

@Wespe

Du sagst, Oh man, was für ein tolles Thema.

Ja in der Tat, das ist ein tolles Thema, weil es unseren Geldbeutel in Zukunft extrem und für uns ohne jegliche Kontrolle belasten wird.

Das ist wie eine Abbuchungserlaubnis für einen Mittelosen von Deinem Girokonto.

Du kannst zusehen wie Dein Konto ohne Gegenleistung und Kontrolle geplündert wird.

Es kann natürlich sein , daß Du Geld im Überfluss hast und gerne die Krankenkassen füttern willst, was ich aber nicht glauben kann.

Was die Simulanten betrifft, da gebe ich Dir vollkommen recht, die wären bei einer Privatisierung auf einen Schlag weg.

Allerdings auch viele Selbstständige im Gesundheitsversorgungssystem, denn die fördern das Simulantentum mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Wie sagte der Arzt so treffend:

Ich lebe von den Kranken und nicht von den Gesunden und wenn man keine hat, muss man welche schaffen.

Und für mich ist es immer wieder erstaunlich, das ein Arzt als Gutachter für Schadensfälle aus 1000 Patienten einen Simulanten Gerichtsverwertbar erkennen kann (Übrigens auch der Medizinische Dienst wenn es um die Pflegeversicherung geht), aber tagtäglich in seiner Praxis keine Simulanten erkennen will oder kann.

Was stimmt da nicht in diesem System

und wie (Geistes)krank sind wir eigentlich?

Mehr Privatisierung? Da war doch was!Bankenchrash ???

Bisher gab es einen sog. Wettbewerb bei den Beiträgen. Die Beiträge schwankten zwischen 13 und 15 % Die Leistungen sind eh´zu 95 % vom Staat – der gemeinsamen Kommision – vorgegeben. Diesen Wettbewerb gibt es nun nicht mehr.

Woher soll also der neue Wettbewerb jetzt kommen?

Wenn Kassen mit den 15,5 % nicht haushalten(können), gibt es auch keine Rückerstattung, sonern Zusatzbeiträge, Strafzahlungen, Ordnungsgeld. Angesichts der aktuellen Rezesionsgefahr steigen die Beiträge evtl. bis 16,0 % 16,4 %.

Diese Koalition hat die Hedge-Fonds im Gesundheitswesen eingeführt!

Die Krankenversicherung ist keine Hausrats-/Kfz-Versicherung! Wir sind keine Kunden, die etwas kaufen wollen, sondern kranke Menschen, die Leistungen/Hilfe/Unterstützung brauchen!

Wettbewerb ist bei den Krankenkassen der falsche Ansatz! Krankenkassen müssen kranken Menschen helfen. Wettbewerb unter den Einäugigen, wer blinder ist??? Wer gesünder ist, wer mehr Geld hat, wer mehr Medikamnete schlucken muss?

Pfui Teufel, wenn sich Politiker zu solch einer erniedrigenden, menschenunwürdigen Politk entschließen! Wird ein Mensch krank, weil er es will? Wird ein Mensch krank, weil die Krankenkasse zu viel Beiträge verlangt? Wird ein Mensch krank, weil ihm der Beitragssatz zu niedrig ist?

Das ist menschenunwürdig!

Gesundheitskassen wollen keine kranken Menschen! Die wollen nur das Geld der Beitragszahler! Zwangsweise ist das jetzt staatlich verordnet. Ohne Hausarzt.

@Haarerlass

Leider muss ich Dich nochmals korrigieren. ich habe deshalb extra heute Morgen in unserer Lohnbuchhaltung nachgefragt. es ist so wie ich Anfangs schon sagte.

Bei den 15.5% kommen noch die 0,9% AN -Anteil dazu.

Das wir natürlich von der Politik bewusst verschwiegen weil 15,5% besser klingt als 16,4%.

Und mit 16,4% sind die Lohnnebenkosten für den AN über 40%! Frau Merkel und der Rest der Politikkasper lügen wenn Sie das Gegenteil behaupten.

Die Öffentlichkeit wird mit diesen Zahlen total verarscht und keiner will es wahr haben.

Im übrigen kannst Du das ganz einfach selbst nachprüfen.

Schaue auf dDeine Lohnabrechnung oder wenn Du Rentner bist auf Deinen Rentenbescheid.

Deinen Kassensatz kennst Du und dann rechne mal nach.

mfg

von Schnusenberg

@S.vonSchnusenberg

Irrtum!

offenbar weiß keiner richtig Bescheid und die Verwirrung ist perfekt.

Deshalb folgender Text zur Info vom Haufe Verlag:

In Summe betragen die Sozialabgaben für Beschäftigte also voraussichtlich 40,15 %. Beabsichtigt war ursprünglich, die Schallmauer von 40 % nicht zu durchbrechen.

Mehrbelastung 2009 individuell unterschiedlich

Die günstigsten GKV-Beitragssätze lagen zuletzt noch bei knapp unter 13 %, die teuersten bei 16,7 %. Durchschnittlich wurde der GKV-Beitragssatz zuletzt mit 14,92 % unterstellt (jeweils inklusive Versichertenzuschlag von 0,9 %).

Bei einem angenommenen Bruttoverdienst von 2.500 EUR ergeben sich also folgende Auswirkungen für Beschäftigte, alle Werte in EUR:

Bisheriger Beitragssatz zur KV (inkl. 0,9 % Zusatzbeitrag) Mehrbelastung (+) bzw. Entlastung (-) Auswirkung ab 2009

Kranken-versicherung Arbeitslosen-versicherung pro Monat Gesamt Jahr

14,92 % + 7,25 – 6,25 + 1,00 + 12,00

12,7 % + 35,00 – 6,25 + 28,75 + 345,00

16,7 % – 15,00 – 6,25 – 21,25 – 255,00

Höherverdienende oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (2009 monatlich 3.675 EUR) werden sogar mit bis zu 500 EUR mehr „zur Kasse gebeten“ – die Ersparnis zur Arbeitslosenversicherung schon eingerechnet.

Auf die Betriebe kommen zusätzlich die selben Mehrkosten bzw. in seltenen Fällen Entlastungen zu. Ab 2009 gibt es zwar den Zusatzbeitrag von 0,9 % auf Arbeitnehmerseite offiziell nicht mehr. Allerdings regelt ein neues Konstrukt im SGB V, dass Arbeitgeber 7,3 % und Arbeitnehmer 8,2 % der Beiträge übernehmen.

Von der Beitragssenkung an die Arbeitsagentur profitieren ausschließlich Beschäftigte und Betriebe: Alle anderen Personenkreise wie zum Beispiel Rentner, Arbeitslose oder freiwillig GKV-versicherte Selbstständige werden also durch die KV-Beitragssteigerung noch stärker belastet.

Eines ist aber jetzt schon klar. Alle Zukünftigen Erhöhungen gehen zur alleinigen Last des Versicherten. Die Arbeitgeber und Rentenversicherungsträger beteiligen sich nicht mehr an den Kosten.

 
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