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2. April 2008 von decuir (43 Posts)
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Hund als Engel Wer Geld, Schmuck oder andere Kostbarkeiten vor Langfingern schützen will, sucht am besten in den eigenen vier Wänden nach einem geeigneten Versteck oder besorgt sich einen Banksafe. Etwas schwieriger gestaltet sich ein solcher Plan, wenn das zu schützende Objekt mit Fell, schwarzen Knopfaugen und dem eigenwilligen Charme eines Yorkshire-Terriers ausgestattet ist. Auf dem Schwarzmarkt finden sich Hunde aller Rassen, und nicht alle werden von Privatpersonen gekauft. Ein vor Jahresfrist ausgestrahlter Dokumentarfilm mit dem Titel Dealing Dogs orientierte über das Schicksal jener Zehntausende von Hunden und Katzen, die jedes Jahr von sogenannten B-Klasse-Händlern erworben und später an medizinische Versuchslabors weiterverkauft werden. Solche Labors sind für jedes zusätzliche Versuchstier dankbar, bezahlen deshalb zwischen 200 und 800 Dollar pro Tier und stellen wenig oder keine Fragen über dessen Herkunft.

Kleinhunderassen sind beispielsweise in den USA begehrter denn je. Die vom American Kennel Club herausgegebene Liste der beliebtesten Hunderassen wird zwar vom Labrador Retriever, einem mittelgrossen Hund, angeführt, aber gleich an zweiter Stelle folgt seit 2007 der feingliedrige, rund 3 Kilogramm schwere Yorkshire-Terrier. Was das Leichtgewicht an imposantem Auftreten vermissen lässt, macht es dafür mit seiner beinahe legendären Langlebigkeit und einem überproportional hohen Preisschild wett. Gut und gerne 2500 Dollar bezahlen angefressene Yorkie-Fans für ihr kuscheliges Spielzeug. Was Paris Hilton für ihren Hundi bezahlt hat, ist zwar interessant, aber nicht überliefert :) Aber nicht jeder kann mithalten. Wer seinen Haushalt auch gerne mit einem Rassehund zieren möchte, dafür aber nicht so tief in die Tasche greifen kann oder will, geht auf den Schwarzmarkt. Dort sind gefundene Terriers und andere Hunde verschiedenster Rassen, die wegen kleiner Erscheinungsfehler über keinen Stammbaum verfügen, für 500 bis 1000 Dollar oder sogar weniger zu haben. Die Polizei vermutet, ein Grossteil dieser Hunde ist den rechtmässigen Besitzern entwendet worden. Sie warnt davor, dass in den USA jährlich Tausende von Vierbeinern gestohlen werden, weil ihre Besitzer sie nicht mit einem Mikrochip kennzeichneten. Speziell Los Angeles gilt hier als Hochburg der Hundediebstähle.

Deshalb atmen Hunde- und Katzenbesitzer in Nordkalifornien nun auf. Endlich ist Schluss mit der Ungewissheit, ob es Wuffi oder Muschi auch wirklich an nichts fehlt, wenn Herrchen und Frauchen sich in Hawaii am Strand räkeln. Dafür verantwortlich zeichnet ein neues Hotel in San Francisco mit dem Namen Wag, das seine Dienste exklusiv pelzigen Vierbeinern zur Verfügung stellt. Begriffe wie Haustierhütedienst oder gar Hundezwinger existieren nicht im Vokabular dieses Etablissements, das einem Ritz für Zweibeinige vergleichbar ist. Dafür bietet das Tierhotel auf einer Fläche von der Grösse von 8 Basketballfeldern über 200 Zimmer an, zahlreiche Annehmlichkeiten und Gags, die dafür sorgen, dass sich die Gäste wohl in ihrer Haut fühlen. So zum Beispiel einen Swimmingpool, eine 12 Meter lange Biscuit-Bar, ein Spielzimmer, täglich ausgeschüttelte Hundebetten und eine Web-Kamera. Letztere erfordert nur den Mausklick des Herrchens am hawaiianischen Sandstrand, und schon gibt der Laptop den Blick frei auf Wuffis keimfreie Luxussuite. Dass die Konkurrenz nicht schläft, beweist die Kette PetSmart, die allein für das Jahr 2007/08 die Eröffnung von 50 luxuriösen Hundehotels angekündigt hat. Zu den Besonderheiten der PetSmart-Hotels gehört die Telefonkabine. Verspürt Frauchen oder Herrchen vor dem Zubettgehen Sehnsucht nach dem Wuff-Wuff, rufen sie ihn einfach an. Die Hotelangestellten werden alles daran setzen, dass der Schmuse-Vierbeiner während des Telefongesprächs nicht einschläft….

Die Pensionskosten betragen je nach Grösse der Suiten zwischen 34 und 72 Dollar pro Nacht, wobei Einzel-, Spiel- und Sportstunden, Schaumbäder und Massagen zusätzlich verrechnet werden. Was für ein elendes Hundeleben….

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 2. April 2008 um 17:19 Uhr veröffentlicht und wurde unter Regionales abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 
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