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8. März 2008 von DorottyaJankewitz (6 Posts)
115 mal gelesen

(Ø 3,93)14 Stimme(n)

Traurig ist das leben des modernen Mannes ohnehin, und am heutigen Weltfrauentag besonders. Weiterleben? Aufgeben? Wäre das Schlachtfeld im Krieg der Geschlechter nur die Autobahn! Auto fahren kann der Mann. Besser als jede Frau. Es ist dieser Tage nicht leicht, ein Mann zu sein, angesichts von Weltfrauentagen und wenn sogar die Lokführer wieder streiken, die, die sich den Traum eines jeden kleinen Jungen doch erfüllt haben.

Allein in NRW wollen mehr als 300.000 Mütter gerne wieder arbeiten. Das kommt noch aus dem Dritten Reich, dieses Diktum: Mutter und Kind gehören nach Hause. Viele der Ehegatten-Splitting-subventionierten Ehefrauen ziehen daraus bislang ihre Daseinsberechtigung. Merkwürdig, dass Frauen das klaglos ertragen. Mit einem Ungleichgewicht in der Partnerschaft lebt es sich ja auch nicht gut. Einer da oben, der andere da unten, das ist keine gute Grundlage für eine Beziehung. Selbst qualifizierten Frauen sagen im Vorstellungsgespräch häufig, sie müssten über das Jobangebot erst mit ihrem Partner sprechen. Wenn Frauen gehört werden wollen, sollten sie etwas an ihrer Stimme ändern. Am Weltfrauentag lernen wir, dass Männer und Frauen einander nie wirklich verstehen werden. Das macht aber nichts. Sie können sehr gut miteinander auskommen – nicht nur heute.

 

Die Frauenbewegung begeht den Internationalen Frauentag seit nunmehr 97 Jahren. Begründerin war die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin. Auf ihre Anregung hin versammelten sich im März 1911 Frauen in Deutschland, Dänemark und Österreich, Schweden und in der Schweiz. Sie forderten das Recht auf politische Mitbestimmung, gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen sowie mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz. Während der Nazi-Diktatur war der Frauentag verboten.

Die Forderungen lesen sich wie der Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: das Einkommen liegt weiter erheblich unter dem der Männer, die Konzentration auf typische Frauenberufe und weniger Zukunftsperspektiven sind Realität. Der Tag mag zu Diskussionen anregen, auch mit Blick darauf, wie schwierig die Situation vieler Frauen in anderen Ländern wie im Nahen Osten ist und dass diese noch weniger Rechte als deutsche Frauen haben. Der Weltfrauentag ist nach wie vor wichtig, um Frauen zu zeigen, dass sie eine große Macht im Staate sind. Der Tag sollte zudem unseren Töchtern deutlich machen, wie wichtig es ist, Familie und Beruf zu vereinbaren. Bis dahin werden sich die Bedingungen in der Arbeitswelt und bei der Kinderbetreuung den Bedürfnissen angepasst haben – bestimmt. Oder?

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Der Beitrag wurde am Samstag, den 8. März 2008 um 21:39 Uhr veröffentlicht und wurde unter Buntes abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 
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