4. März 2008 von vomLehmWolffried (23 Posts)151 mal gelesen
Bevor der Journalist bissige Kommentare oder beißende Satiren schreiben darf, lernt er die Anfangsgründe seiner Zunft: „Hund beißt Mann“ ist keine Nachricht, wohl aber „Mann beißt Hund“. Jetzt kam eine neue Variante hinzu: Mann beißt Mann. Plastische Chirurgen im St. James Hospital in Dublin nämlich haben in einer Studie herausgefunden, dass Männer zwölfmal häufiger Bisswunden erleiden als die übrige Bevölkerung, also Frauen, Kinder und Hunde.
Von den binnen dreier Jahren mit Bisswunden behandelten Patienten waren 92 Prozent Männer. Zugegeben, zunächst dachten wir, dass die armen Männer von beißwütigen Frauen attackiert wurden. Wir räsonierten über gewisse Exzesse des Feminismus und wie doch der Begriff „Stutenbissigkeit“ hier eine neue Bedeutung erlangte. Tatsächlich ist es so, dass es Männer sind, die den zwölfmal häufiger gebissenen Männern ihre Hackerchen ins Fleisch hauen. Und zwar in sieben von zehn dokumentierten Fällen ins Gesicht und in 62 Prozent aller Fälle ins Ohr.
Happ! Da beißt der Mann keine Nase ab: Wir werden mit der Redewendung „Da musst du dich durchbeißen“ vorsichtiger sein müssen. Wie es bei der irischen Studie nicht wundernimmt, spielte bei 86 Prozent der Beißereien der Verzehr alkoholischer Getränke eine appetitfördernde Rolle. Auch überrascht es nicht, dass die Gebissenen sich einer wiederherstellenden Behandlung nur sehr selten unterziehen, wie die plastischen Chirurgen mit dem Unterton des Bedauerns konstatieren.
Das wäre aber auch so, als pflegten die die Raufbolde ihr Gebiss nach gehabtem Ohrenschmaus mit einer Interdentalbürstchen für die Zahnzwischenräume.













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