2. März 2008 von ErbenVonHaithabu (3 Posts)99 mal gelesen
Wem nicht zufällig durch den Orkan Emma in OWL die Keller vollgelaufen sind oder gar das Dach abgedeckt wurde – siehe Überschwemmungsbild anbei – der konnte sehr fröhlich sein. Die Feuerwehr war regional unentwegt im Einsatz und konnte manchmal nur noch das Nötigste retten. Jedoch war meistens die Stromversorgung in Ordnung, so dass auch Generatoren und Notpumpen bereits im Einsatz waren, bevor die Wehren eintrafen. Ein Lichtblick ist da die aktuelle Nolde Ausstellung in Bielefeld.
Gäbe es die Kunsthalle Bielefeld ohne Emil Nolde? Nein, denn nicht erst seit 1951, als Noldes Ölgemälde „Tropenwald“ von 1914 wegweisend vom Unternehmen Dr. August Oetker geschenkt wurde, besteht zwischen dem großen deutschen Künstler und der Stadt eine enge Beziehung. Seit der ersten Bielefelder Nolde-Ausstellung 1929 im damals neueröffneten städtischen Kunsthaus gelangten erste Radierungen in städtischen Besitz.
Noldes Lebensgefühl, ein nordischer Künstler zu sein, manifestiert sich bereits 1912 rückhaltslos. Aus gleichem Grund wurden die zahlreichen Ankäufe durch öffentliche Sammlungen auf deutschem Boden als „Entartete Kunst“ bestraft. Emil Noldes, eigentlich Emil Hansen aus dem Dorf Nolde – wandelt auf den Spuren von Paul Gauguin. Der friesischen Lebenswelt entnimmt Nolde zeitlebens die Inspiration und Identifikation für sein Schaffen. Eine absolut sehenswerte Ausstellung!













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