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28. Juni 2007 von MeredithHohenwart (19 Posts)
144 mal gelesen

(Ø 4,40)5 Stimme(n)

Der Gewinn liegt im Einkauf! Woher diese alte Kaufmannsregel stammt, darüber streiten die Gelehrten. Manche schreiben sie Jakob Fugger (1459-1525) zu, der die gleichnamige Augsburger Handelsfamilie mit großem unternehmerischen Geschick zu einem der ersten Unternehmen mit Weltgeltung ausbaute. Die Fugger waren in ihrer Zeit die erfolgreichsten Kaufleute und hatten schon damals klar erkannt, dass der Ertrag im kaufmännischen Handeln wesentlich von den Einkaufsbedingungen der zu handelnden Ware abhängt! Dabei ist es bis heute geblieben und dieser Grundsatz lässt sich natürlich mühelos – wenn auch sehr fiktiv – auf das SHK-Fachhandelsgeschäft übertragen.

Handelsdaten COOPERNIC Nehmen wir einmal das Beispiel Handelskonzentration im Lebensmittelhandel- ebenfalls als fiktive Annahme: Doch wie sieht es nun mit den Möglichkeiten, den Rahmenbedingungen und vor allem auch um die Ambitionen der einzelnen Fachgroßhändler aus, diesen wichtigen Bereich Einkauf erfolgreich zu gestalten? Größere Unternehmen beschäftigen im Einkaufsbereich hochqualifizierte Mitarbeiter. Jedoch ist es auf alle Fälle lohnenswerter, – unabhängig von der Unternehmensgröße – sich die Einkaufsbedingungen der Fachhandelswaren vorzunehmen.

O-Ton Coop: „Wir haben die Kundenbedürfnisse besser abgedeckt als bisher und konnten dadurch die Frequenzen in unseren Läden steigern. Zudem haben wir das Angebot differenziert, stark ausgebaut und gleichzeitig die Preise gesenkt. Anders als im Vorjahr haben wir die Senkungen nicht ganz selber finanziert, die Geschäftspartner haben ebenfalls einen Beitrag geleistet. Zudem hat die internationale Einkaufskooperation Coopernic uns bessere Einstandskonditionen gebracht.

Coop kennt vier Preislagen und Qualitätskategorien. Die tiefste Preislage ist Prix Garantie, dann kommt die traditionelle Coop-Eigenmarke. Auf der dritten Ebene finden Sie die klassischen Markenartikel, aber auch Naturaplan und Betty Bossi. Zuoberst, als Premium-Preislage, stehen Fine Food, Bio, zum Teil Betty Bossi, aber auch die exklusivste Markenschokolade.

Da gibt es noch ein paar Projekte, aber dann ist wohl Schluss. Hingegen werden kleinere Filialen in aufstrebenden Gemeinden in Zukunft vermehrt durch grössere ersetzt werden. Was sehr stark wächst, sind die traditionellen Herstellermarken, die unsere Kunden schon von Kindesbein an kennen.“

 

Fiktives Schicksal als Chance

Wenn es um Lieferung, Einkauf und Konditionen geht, ist der wichtigste Partner des Handels der Großhandelsverband. Jede Verband hat mit ihrem/ihren Großhandelslieferanten individuelle Einkaufsbedingungen vereinbart. Diese wären – in unserem fiktiven Bespiel – vor allem durch die Annahme eines Informationsaustausches der Verbände untereinander dramatisch verändert!

 

Beispiel eines Regulierten Marktes Krankenhaus – möglicherweise mit Parallelen zum SHK-Markt: Nach einer Untersuchung des Centrums für Krankenhausmanagement an der Universität Münster (Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff) verfügen zwar alle der rund 2.260 Krankenhäuser über einen Internet-Anschluss, die Frage ist aber, wie dieser genutzt wird. Meistens ist er dem ärztlichen Personal für medizinische Recherchen vorbehalten. Die Untersuchung zeigt weiter auf, dass 75 Prozent der Krankenhäuser mittlerweile einen eigenen Internet-Auftritt haben, aber nur fünf Prozent der befragten Krankenhäuser haben vage Vorstellungen über die Nutzung des Internets für Lieferabrufe oder Preisvergleiche. Das Thema E-commerce steckt also in den meisten Krankenhäusern noch in den Kinderschuhen. Dies wird sich aber sehr bald ändern und ändern müssen.

Fazit für die Zusammenarbeit Hersteller-Handel in unserem fiktiven SHK-Modell: Dabei wird es nicht darum gehen über die Bildung von Einkaufsgemeinschaften den Druck auf die Herstellerpreise weiter zu erhöhen. Vielmehr kommt es darauf an, dass SHK-Fachhändler und Industrie in Kooperation und Partnerschaft das Thema E-commerce angehen um für beide Seiten eine Win-Win-Situation zu erzielen.

Denn durch eine Optimierung der Geschäftsprozesse, durch effizientere und schnellere Abläufe und reibungslose und durchgängige Datenübertragungen könnten alle Hersteller, Händler und Abnehmer profitieren. Dabei wird die Frage der technischen Standards sicherlich von großem Interesse, aber nicht entscheidend sein. SAP-Systeme, EDI, Web-EDI, XML gleich welcher technische Standard genutzt wird, es wird Plattformen und Transformer geben um auf einer gemeinsamen Ebene miteinander elektronisch kommunizieren zu können. Man muss sich dann aber auch nicht wundern, wenn es bald heißt: ,,It’s E-business or out of business“.

Neue Wege in der Beschaffung weisen auch neue Konzepte wie Efficient Consumer Response auf. Einkauf und Verkauf arbeiten miteinander – nicht länger gegeneinander, um Kundenbedürfnisse besser, schneller und günstiger zu erfüllen.

RFID im Lebensmittelhandel Ersichtlich wurde anhand dieses fiktiven Beispiels allerdings auch, dass die Einführung von E-Procurement zwingend ein Prozess mit modernsten Mitteln, wie Barcode, RFID und Lieferschein generell als DESADV ist. Vielmehr findet ein integrierter Vorgang statt, der angefangen mit einer exakten Planung, Strukturveränderungen nach sich zieht – bis hin zu JIT Belieferung der Warenläger. Eigene EDI-Systeme werden mit denen der Kommunikationspartner basierend auf dem EDITEC-Format vollständig integriert. Es ist absehbar, dass durch den Einsatz von WebEDI auch kleinere Lieferanten eingebunden werden können, mit denen bis jetzt die Kommunikation noch per Post bzw. in eiligen Fällen per Fax abgewickelt wird. In naher Zukunft wird Stammdaten-Qualität und dessen Normierung europaweit eine bedeutende Rolle spielen.

Wer im SHK-Handel Angst vor Partnerschaften hat, sollte das Thema E-commerce mit der Industrie erst gar nicht angehen. Westaflex würde die fiktiven Annahme des Lebensmittelhandels auf den SHK-Handel begrüßen: Schicksal als Chance!

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 28. Juni 2007 um 13:47 Uhr veröffentlicht und wurde unter Edifact abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 

Nur wer Kunden zu Fans macht, kann erfolgreich wachsen. Einfacher gesagt als getan.

Sicherlich gilt immer noch die Regel “know your customer”. Der erste Fehler jedoch besteht aus meiner Sicht darin, einen “loyalen” Kunden gewinnen zu wollen. Wenn jemand loyal zu sein hat, dann gilt dies für den Anbieter.

Der Kunde checkt den Verkäufer (um diesen in Deutschland immer noch verpönten Begriff zu benutzen) stets nach solchen Punkten ab – wie in jeder Beziehung. Wer als Mann etwa in weiblicher Begleitung in ein Café geht, wird anschließend explizit zu hören bekommen, wenn man der Bedienung zu genau in den großzügigen Ausschnitt geschaut hat, oder bei der Begrüßung von Bekannten die Bussis der weiblichen Anwesenden eine Spur zu persönlich beantwortet hat.

Ärgerlich bleibt es in dem Zusammenhang, daß viele Anbieter ihre Kunden nicht “automatisch” auf die günstigsten “Tarife” umstellen, sondern daß sich der Kunde von sich aus zu rühren hat. Das Unternehmen gräbt sich da den Ast ab – ein “loyaler” Kunde würde eben das erwarten und zu schätzen wissen, daß “sein” Anbieter stets zu dem günstigst möglichen Preis die Leistungen bereit stellt.

Günstigst muß nicht das billigste bedeuten…
Hans-Günter Teschner

Tja – SIE lesen augenscheinlich nur das, was zu Ihrer Wahrnehmung passt. Aber Sie können ja nix dafür. Siehe oben. ***lach***

***lach*** muss das denn sein ? Warum diese grobe Umgangssprache ?

FÜHLEN Sie sich als Idiot ?

ICH habe Sie, – und auch sonst niemanden – als Idioten bezeichnet.

Aber jeder outet sich eben auf seine Art…..

Wie gut das es noch teutsche Hausmeister gibt, die auf alles aufpassen.

 
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