26. Juni 2007 von marketing_student (51 Posts)185 mal gelesen
Computer und Internet, das bedeutet bislang: grenzenlose Freiheit. Viele User mussten erst Opfer werden, um zu begreifen: Sie waren viel zu naiv. Jetzt stehen sie im Netz. Und kommen nicht mehr raus.
Beispiel einheitliche Steuernummer: Ab Juli wird für jeden Bürger eine elektronische Steuernummer Pflicht. Der Staat lockt mit der Aussicht auf weniger Bürokratie. Dabei legt er nach und nach ein immer feineres Kontrollnetz aus. Mit der TIN „Tax Identification Number“ beginnt die Zuteilung einer elfstelligen Zahl, selbst für Neugeborene. Nach den Plänen der Schulbehörden soll sie auch den beruflichen Werdegang ähnlich der Gesundheitskarte elektronisch dokumentieren. So stellt der Fiskus immer mehr Bürger unter Generalverdacht seitdem er auch auf Bankkonten elektronisch zugreifen kann.
Beispiel Google: Ein Handwerker bringt es, wenn man seinen Namen in Google eingibt, zu einem auffällig fiesen Profil. Ein früherer Kollege hat ihn aus Wut in mehreren Foren verleumdet, perfekt getextet für die Raster der Suchmaschinen, wie in einer Anklageschrift. Schlammschlacht im Internet.
Beispiel Familienstreit: Streit kommt bekanntlich in den besten Familien vor – so auch in der Fischer-Dynastie. Die Fronten sind verhärtet. Es geht um Geld, um Erbschaften und Rache. Mittlerweile wird untereinander nur noch über Anwälte kommuniziert oder eben über das Internet blamiert.
Beispiel Verbraucherschutz: Es meldet sich eine Frau. Sie habe von der Büro-Adresse ihres Mannes eine E-Mail bekommen, mitten in der Nacht. Dabei hätte sie im Bett gelegen und geschlafen. Trotz des korrekten Absenders bestreitet ihr Mann, etwas mit der Mail zu tun zu haben. Die Datei im Anhang kenne er auch nicht. Phishing und Spam im Internet.
Es sind Fälle, die – weil sie in Deutschland passierten – ohne Probleme zu lösen waren, weil Gesetze und Rechtsprechung eindeutig genug sind, um Rechtsverstöße auch im Internet abzustellen. Doch in der Masse sind es eher Ausnahmen, zumal unter Jüngeren, so etwas wie ein Bewußtsein dafür, dass es Folgen hat, wenn man sich hemmungs- und gedankenlos auf ein Social Networking mit Unbekannten einlässt und sich bis auf die nackte Haut auszieht, ob buchstäblich oder im übertragenen Sinn, (noch) nicht existiert.
Der Karrierekiller Google oder die Aussetzung der Unschuldsvermutung durch staatliche Behörden sind die wahren Herausforderungen der Generation 2.0. Kein Zufall, dass der Bundesbeauftragte für den Datenschutz kürzlich beklagte, wie unbedarft viele Nutzer im Internet und mit sensiblen und personenbezogenen Computerangaben seien. „Sie werden sich eines Tages dafür verfluchen“, prophezeite er, „was sie alles von sich preisgeben haben.“ Der Mangel an Medien- und Technik-Kompetenz sei erschreckend weit verbreitet, das Vertrauen in eine vermeintlich geschützte Privatsphäre unerschütterlich. Leider ist die Technik nicht für Laien gemacht“. Dass unverschlüsselte E-Mails so offen sind wie Postkarten; dass jeder klick heimlich registriert, ausgewertet und andererseits auf staatlicher Seite auf unbestimmte Zeit in Datenbanken gespeichert werden kann – die meisten Bürger scheint es nicht zu kümmern. So plädiert der Datenschutzbeauftragte für Misstrauen und Vorsicht mit Personenangaben, ob im Web oder gegenüber staatlichen Stellen.
Erstmals werden auch Personendaten zwischen Meldebehörden und Finanzverwaltungen ausgetauscht und zu einem Zentralregister verflochten. Keiner sieht die Gefahr, dass die gesetzliche Zweckbindung später aufweicht und weitere Datenbanken, etwa aus den Rentenkassen und polizeilichen Strafregistern auch für andere Zwecke der Benutzerprofil-Bildung genutzt wird.
Was wir daraus lernen: Weder das ELSTER- noch das neue OSCI-Protokoll wird Sicherheit für den gläsernen Menschen bringen. Die Zeiten des vorbehaltslosen Umgangs sind vorbei. Kommunikation ist, wenn man wieder vorher nachdenkt.













Wahnsinn mit Methode
Ihr Kommentar trifft genau den Kern des Problems. Unser Steuerwahn zerstört nicht nur, sondern ist auch die Bürokratie schlechthin. Wenn man sich als Steuerzahler (Unternehmern) etabliert, so sind Hausdurchsuchungen gesetzlich durch die Abgabenordnung geregelt, man nennt dies nur vornehm Betriebsprüfungen; Überwachungs- und Schnüffelstaat werden durch Kontrollmitteilungen sanktioniert, um Angst und Schrecken zu verbreiten.
Alle etwas Vermögenderen und Steuerzahler mit einem höheren Steuersatz werden sofort veranlasst, ihr Vermögen auf unsinnige Fonds umzuschichten. Denn Bürokratiewahnsinn entsteht durch wahnsinnige Bürokraten mit gesetzlich sanktioniertem Auftrag.
Herwig R. Schmidt, Kiel
Bill Gates persönlich hat einen neuen Computer vorgestellt, den „Microsoft Surface“. Das Besondere: Er wird nicht mit einer Tastatur oder Maus bedient, sondern allein mit Händen und Fingern. Im Betrieb sieht das in etwa so aus wie die berühmten Szenen mit Tom Cruise aus dem Hollywood-Film „Minority Report“, in denen er wild mit den Händen fuchtelnd einen Hologramm-Computer bedient. Der Monitor-Tisch des „Surface“ erkennt sogar, wenn der Nutzer eine Digitalkamera oder einen MP3-Player auf ihn legt und startet automatisch die passenden Programme. Was vor Monaten noch eine Zukunftsvision war, ist nun also Wirklichkeit. Noch ist der „Surface“ für Normalbürger allerdings unbezahlbar. Bestellt wurde er bisher u.a. von Luxushotels.
Aus meiner Sicht: Ein großes Thema im Netz bleiben doch immer wieder Kartendienste.
Google Maps hat in dieser Woche eine Erweiterung namens „Street View“ an den Start gebracht. Damit lässt sich mit Rundumblick durch zahlreiche Straßen ausgewählter US-Städte wie New York oder San Francisco fahren. Passend dazu hat das Unternehmen das spanische Start-Up Panoramio übernommen. Panoramio bietet einen Dienst an, der Millionen von Fotos mit den exakten geographischen Daten versieht, an denen das Foto aufgenommen wurde. Panoramio wurde auch in „Google Earth“ integriert.
Und jetzt wundert sich noch einer von Euch über Persönlichkeitsschutz durch/mit Google et.al.?
Felix
Ganz schön ärgerlich: Ein Wal-Mart-Angestellter veröffentlichte einen Witz über sein Unternehmen auf seiner MySpace-Seite – und flog daraufhin kurzerhand raus. Und das, wo der Scherz nicht mal besonders lustig war. Die Nachrichtenagentur AP schreibt:
“Weil der Mitarbeiter auf der Webseite schrieb, ein Bombenabwurf auf Läden der Supermarktkette würde den durchschnittlichen Intelligenzquotienten anheben, sei er am 27. Februar entlassen worden, sagte David Noordewier der US-Zeitung “The Flint Journal” im US-Staat Michigan. “Ich habe ihnen gesagt, dass das verrückt sei”, wurde er zitiert. “Es ist nicht so, dass ich ein Kampfflugzeug in meinem Hinterhof habe, um eine Bombe abzuwerfen. Dann haben sie mich vom Parkplatz eskortiert.”
Er habe noch ein Dokument unterzeichnen müssen, dass er wegen groben Fehlverhaltens entlassen worden sei. Wal-Mart-Sprecherin Kory Lundberg bestätigte die Entlassung Noordewiers, machte aber keine Angaben zu den Gründen. Die Arbeitsbehörde entschied, er könne kein Arbeitslosengeld bekommen, weil er eine Drohung ausgestoßen habe.
Noordewier sagte, vermutlich habe ein missgünstiger Kollege seinen Chef auf seine MySpace-Seite aufmerksam gemacht. “Wenn man eine MySpace-Seite hat, verhält man sich besser wie ein Politiker”, meinte er. “Sei politisch korrekt und versuche nicht, witzig zu sein.”
Auch der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung reiht sich bei den Google-Kritikern ein. In einem offenen Brief an den Rechtsberater der Suchmaschine, Peter Fleischer, wird darauf aufmerksam gemacht, dass Google gegen geltendes Recht in Deutschland verstößt, wenn persönliche Informationen, IP-Adressen, Suchmaschinennutzung und (sonstiges) Anwenderverhalten für 18 Monate gespeichert werden.
Denn deutsches Recht gestattet die Speicherung personenbezogener Daten nur dann, wenn dies beispielsweise zu Zwecken der Abrechnung kostenpflichtiger Leistungen benötigt wird.
OHNE WORTE
Sibel
Hallo!
Du bekommst diese Mail, weil Du dich beim westaflex-forum.de angemeldet
hattest und ich Dir heute mitteile, dass der Dienst mit sofortiger
Wirkung eingestellt wird. Mehr Informationen bekommst Du auf
http://www.westaflex-forum.de
Entferne bitte bis Ende September den Counter- und MailMe-Code von
Deinem Blog. Sonst kann es ab dem 1. Oktober zu erheblichen Verzoegerungen
beim Aufruf Deines Blogs kommen.
Spaetestens am 15. September werden alle Daten aus der Datenbank entfernt,
Du musst Dich beim Westaflex-Forum also nicht abmelden.
Ich Danke fuer Dein Vertrauen und entschuldige mich fuer die Unannehmlichkeiten.
Viele Gruesse,
Dirk von Bosch
Es ist nun einmal so, dass die Wohlhabenden mit ihren Spenden nachhaltiger gestalten können als die armen politischen Schlucker. Natürlich lösen erstere damit Argwohn und Neid aus: Mal eben schnell die eine oder andere verödete Sache zu kaufren und attraktiv umzugestalten, ist wirksamer als monatelonag nur über Visionen zu parlieren.
Wer politisch unliebsame Gönner an den mittelalterlichen Pranger drängt, handelt nimmer aufklärersich.
Norbert Mertens, Rheda