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22. April 2007 von dethus (1 Posts)
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Westaflex Büro im Dubai Tower

Westaflex Büro im Dubai Tower

Erster SHK-Hersteller in Second Life

Seit Anfang April ist Westaflex als erster SHK-Hersteller in der Welt von Second Life und berät Fachhandelskunden im Rahmen von Lüftungs- und Klimakonzepten, sowie beim Schallschutz im Sanitär-Heizungs-Klima Umfeld. Als virtuellen Standort hat sich das Gütersloher Unternehmen ein deutschsprachiges Umfeld ausgesucht, das Apfelland, der von Arktis gebauten virtuellen apfelförmigen Insel in Second Life. Wer sich in Second Life schon ein wenig umgetan hat und sich auch im Apfelland auskennt, findet die Westaflex Gruppe im virtuellen Dubai Tower im zehnten Stock mit traumhaftem Meeresblick.

Mit Hilfe dieser SL-URL gelangen Sie direkt zu unseren Büros:
www.slurl.com/…

Laut Westaflex eignet sich Second Life besonders um überregionale Projektteams miteinander kommunizieren zu lassen. Westaflex organisiert in diesem Zusammenhang komplette Tagungen und Meetings in Secondlife und stellt insbesondere die Präsentation von Produktdesigns im dreidimensionalen Raum vor. Gleichzeitig sollen im virtuellen Raum eLearning Projekte mit dem Außendienst kostengünstig realisiert werden. Damit nicht umständlich über eine Tastatur kommuniziert werden muss, kann wahlweise eine Voice over IP Verbindung hergestellt werden, die dann zusätzlich Audiodaten und bei Bedarf auch Videodaten der Realen Welt übermittelt.

Westaflex hat gleichzeitig drei virtuelle Berater, sog. Avatare erschaffen. Sie haben die Aufgabe, soziale Kontakte zu knüpfen und bei der Haustechnik im Fall von Neu- und Altbau „Rede und Antwort“ als Mehrwert zu bieten. „Für uns ist unser neues Büro im Dubai Tower eine weitere Möglichkeit, mit der Zielgruppe Handel und Architekten in Kontakt zu bleiben“, erklärt denn auch Klaus Polke, Vertriebsleiter bei Westaflex. Er mag an Second Life, dass diese Onlinewelt von ihren Besuchern und Bewohnern selbst gebaut wird. Jeder Hügel, jedes Haus, fast alles, was es in Second Life gibt, wurde von Architekten und Handwerkern geschaffen. So sieht es ebenfalls Produktmanager Hans-Joachim Schelp und beschreibt die virtuelle Dependance als „ideales Labor für Markt- und Produkttests: Orte, wie das Apfelland prägen die wahrgenommene Wirklichkeit der Nutzer und sind daher nicht weniger echt als die Realität. Was als Spiel begann ist möglicherweise bald ein neues Geschäftsmodell mit direkter Anbindung zum First Life.“

Ihre Entscheidung für den Standort Dubai Tower begründet Westaflex damit, dass es in anderen Kontinenten schon alltäglich ist, sein Geld in virtuellen Welten zu verdienen. Tatsächlich verbringen Millionen Chinesen ihre Freizeit im Internet, und immerhin einige Zehntausend leben davon, dieses Freizeitvergnügen zu organisieren. „Da wollen wir dabei sein, Flagge zeigen und Markenimage aufbauen“, so Schelp.

Aber auch als Werbeplattform ist Second Life für Westaflex nicht mehr wegzudenken. Hierbei spielt insbesondere die Zielgruppe der ‚Second Life-Einwohner’ eine große Rolle, denn die Teilnahme an Second Life erfordert schon ein Mindestmaß an technischer Ausstattung, das wiederum nur die technikfreudigen Innovatoren oder Early Adopters bereit sind zu investieren. Aus diesem Grunde haben sich bereits eine Vielzahl von interessanten Geschäftskontakten allein über diesen Kommunikationskanal ergeben.

So hat Westaflex ausgewählten Gästen in seinem abgeschirmten Konferenzraum seine neue Kunststoff-Abgasleitung vorgestellt. Polke: „Die Bewohner haben das Gefühl anonym zu sein und geben mehr von sich preis, als bei herkömmlicher Marktforschung. Wir können etwa eine virtuelle Hausmesse veranstalten und am Ausgang die Produkte verkaufen. Online einkaufen wird damit bei Westaflex zum Erlebnis.“

Alle Second Life Neulinge tragen zunächst das gleiche, unverkennbare Outfit, eine blaue Jeans, ein weißes T-Shirt und Gesundheitslatschen. „Zum Glück muss sich in Second Life niemand mit seinen Unzulänglichkeiten zufriedengeben. Neue Klamotten bekommt man ebenfalls von Westaflex, vom Blaumann bis zum Logo T-Shirt“, so Hans-Joachim Schelp zu den geplanten Promotionkampagnen. Klaus Polke schmunzelt, wenn er daran denkt, dass sein sehr sportlicher Avatar, den er sein Alter-Ego nennt, „vielleicht bald wichtige Geschäfte zusätzlich auf dem nahe gelegenen virtuellen Golfplatz abwickelt. “

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Der Beitrag wurde am Sonntag, den 22. April 2007 um 11:54 Uhr veröffentlicht und wurde unter Reise abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 

Bei Second Life finde ich nicht so viele Freunde, wie – derzeit – im Real Life. Daher mein Tipp:

www.unype.com

Grafische Unterhaltung über SKYPE.

Gruss!

Auf eine völlig neue Art kann man mit Zeitgeist Leute im Web treffen und kennenlernen. Auch hier bekommst du ein Alter Ego, mit dem du durch das Web surfst.

Vielleicht auch eine Ergänzung für euren SL-Auftritt!

Sonnengruss!
Wigbert

Vier Dinge braucht man für Second Life: Eine schnelle Internetverbindung, eine leistungsfähige Grafikkarte, die kostenlose Software von der Internetseiteund Zeit.
Denn mit “nur mal kurz anmelden” ist es nicht getan. Allein für die Erstellung des Avatars, des virtuellen Alter Ego, sollte man eine knappe Stunde einkalkulieren. Gesichtsform, Beinlänge, Größe der Ohrläppchen, all das kann verändert werden, nachdem man sich seinen Prototypen aus zwölf möglichen Varianten beiderlei Geschlechts ausgesucht hat. Und dann ist der Stellvertreter noch lange nicht perfekt. Das gilt auch für Thorben Broek. Er trägt zwar einen skandinavisch klingenden Namen, sieht aber eher aus wie ein japanischer Cyberpunk. Das macht aber nichts: Klamotten, Aussehen und sogar das Geschlecht können später wieder geändert werden.

Wer etwas erleben will in Second Life, braucht Freunde. Die findet Thorben nach Besuchen in der Schwedischen Botschaft und der deutschen Kolonie “Apfelland” auf “Calli’s Island”. Das ist die Second Life-Präsenz des schwergewichtigen Ex-Managers von Bayer Leverkusen, Reiner Calmund. Kaum angekommen, wird Thorben gleich von Dede Tomsen angesprochen. Und wieder lautet eine der ersten Fragen: “Wo kommst Du her?”. Nun könnte Thorben irgendwas erzählen, aber er bleibt ehrlich und folgt Dede ins Fußballstadion, das auf “Calli’s Island” natürlich nicht fehlen darf.

Dort läuft nicht etwa ein Spiel, vielmehr treffen sich hier jede Menge Avatare und reden miteinander – was in der Chat-Leiste ziemlich unübersichtlich werden kann, denn jeder Satz, den ein Teilnehmer in der Umgebung eintippt, erscheint. Ruck-Zuck ist Thorben Mitglied der Gruppe “Calli and friends” und plötzlich entdeckt er – ihn. Reiner Calmund, er steht in der Mitte des Platzes, umringt von Avataren. Sein Alter Ego sieht dem Original ziemlich ähnlich, wird aber an dieser Nacht nicht vom Original gesteuert. Calmunds Frau Sylvia sitzt um kurz vor zwei noch irgendwo vor einem Computer, Reiner ist in Dresden, erzählt sie.
Irgendwann macht einer den Vorschlag, noch auf ein Kölsch ins Vereinsheim zu gehen. Plötzlich heben die Avatare ab und machen sich flugwärts auf den Weg (das ist neben dem teleportieren die Fortbewegung der Wahl in Second Life, wenn es um größere Distanzen geht). In der Gaststätte hotten dann 30 Avatare mächtig ab, und auch Thorben legt mit Calli eine heiße Sohle aufs Parkett.
Fortsetzung folgt…bei Interesse>
Auf Wiedertschüss

In 5 Milliarden Jahren ist es mit der Erde eh zu Ende. Es wird erwartet, dass sich die Sonne dann in einen riesigen roten Ball verwandelt, weil das Hydrogen, aus dem sie besteht, dann erschöpft sein und die Sonne stattdessen Helium verbrennen wird. An diesem Punkt wird die Erde kochen und alles Leben darauf wird erlöschen. (Der britische Sci-Fi-Film “Sunshine”, der gerade in den deutschen Kinos läuft, basiert auf ein ähnliches Weltuntergangsszenario.)

Da ist es doch ein tröstlicher Gedanke, wenn gerade mal Second Life von uns entfernt ein großer süßer Planet mit erdähnlicher Atmosphäre liegt, auf den man im Notfall ausweichen könnte. Die Suche nach außerirdischem Leben in einem anderen Sonnensystem hat jetzt ein erstes konkretes Ziel: 20 Lichtjahre von uns entfernt umkreist ein bewohnbarer Planet den Stern Giese 581. Doch wird die Suche nach außerirdischen, vielleicht sogar intelligenten, Lebensformen je von Erfolg gekrönt sein?
King_Burger

… da ist Schatten. Wer das Suchtpotential von virtuellen Welten leugnet, lebt selber in einer Scheinwelt. Doch die Zusammenhänge sollten durch wissenschaftliche Arbeiten erhellt werden, denn durch das blumige Rankenwerk privater Meinungen auf den Punkt gebracht werden.

Dennoch gilt wie bei allen Neuerungen, daß es sowohl die eine Seite wie die andere Seite gibt. Wichtig bleibt, daß die sozialen Kontakte kontrolliert werden. Das sollte jeder für sich selber überprüfen.

Fakt bleibt, daß durch die virtuellen Welten der Austausch von Informationen um ein vielfaches beschleunigt wird – just in time ist möglich. Prinzipiell scheitert die Verbreitung von Wissen nicht mehr an hierarchischen oder organisatorischen Strukturen, ohne das weiter auszuführen zu wollen.

Was jeder daraus macht, muß jeder selber entscheiden. Nach meiner Erfahrung erwachsen aus den virtuellen Welten neue Kompetenzen. Wer strategisch Informationen ermitteln kann und nutzbar machen kann, verbessert seine soziale Kompetenz. Und dies wird gerne vom sozialen Umfeld aufgegriffen.

Schließlich erlauben die virtuellen Welten, mit anderen Menschen virtuell in Kontakt zu kommen – immerhin das, und ansonsten würde nichts passieren. Wie gegenwärtig auf dem Mars.
Gruss ;;) Rapunzel

Natürlich liegt die Gefahr wie bei jeder technischen Neuerung darin,sie nicht immer persönlich kontrolliert zu nutzen. Es wird so immer ein paar “Junkies” geben wie auch sonst im realen Leben. Somit muss jeder einzelne Nutzer versuchen seinen Weg im Umgang mit diesen Medien zu finden. Und denen die es nicht schaffen muss geholfen werden, sonst verkümmert da etwas möglicherweise in Grössenordnungen was bisher so noch gar nicht recht erkannt wird. Nicht nur das diese Betroffenen dann sich total isolieren,ohne das sie sich darüber bewusst sind,werden sie auch noch Marionetten der Computerindustrie…Sich diese Gefahren vor Augen haltend,geht es also nicht darum diese Technik nicht zu nutzen,im Gegenteil, nur ab und an sollte man auch noch den Aus-Knopf benutzen und z.B. in die Kneipe nebenan gehen oder…

Ansonsten werden sicherlich die meisten die Erfahrung machen, daß man durch Internet mehr Chancen bekommt, sein Leben interessanter zu gestalten als ohne. Ob es sich um das ersparte Schlangestehen wegen Eintrittskarten oder das ICE-Ticket mit akkurater Platzreservierung via Onlinebuchung handelt oder oder oder…

Und wer kennt sie nicht, die Anrufe: “Bist Du gerade im Intenet, kannst Du mal eben nachschauen, ich bin nämlich gerade unterwegs, und ich müßte dringed wissen…”

Gruss aus dem Ort der Wildpferde… oromer

Der gute alte Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe soll ja einmal formuliert haben, dass es der Geist sei, der jegliche Technik lebendig mache.

Nehmen wir einmal an, dass seine These stimmt.

Wozu machen wir uns Gedanken über “virtuell” und “real”?

Virtualität ist heute ein normaler Teil unserer Realität – und bei genauerer Betrachtung ein Produkt menschlichen Erfindungsreichtums.

…und dass sich damit schon lange Geld verdienen läßt, beweisen eben auch heutzutage – Jahrhunderte nach Goethes Tod – “kreative Geister”.

Ein Kreativer “träumt” doch oft zu Beginn seines “Schaffensprozesses” auch nur von der Umsetzung seiner (Geschäfts-)Idee. Ist dass nicht auch “irgendwie virtuell” – im Sinne von irreal?

Funktionieren Kreativität und Innovation nicht überhaupt nur durch “Flucht aus der Wirklichkeit”?

Echt (gern auch virtuell) verdientes Geld läßt sich für Konsum und Investitionen doch bestens real nutzen!

“Crea(c)tivity sells”!!?
__________________
Mit besten Grüßen und andauernder Lernbereitschaft
Guido Neumann

Auch wenn der RL-Presse die auflagenerhöhenden Schmuddelbilder aus Second Life offensichtlich interessanter erscheinen, so möchte ich dennoch darauf aufmerksam machen, dass es in Second Life junge Kunst gibt, die es zu beobachten – nein besser: nicht zu verpassen gilt. Second Life bietet weitaus mehr Möglichkeiten, als sich nur sexuell auszuleben. Wo Schatten ist, ist auch Licht, und von dieser lichten Seite möchte ich berichten.

Kenner der Kunstszene wissen, dass es junge Künstler im realen Leben oft schwer haben, ihre Kunst darzustellen oder gar zu veröffentlichen, da es leider meist an Beziehungen oder einfach nur am Geld mangelt. Nicht so in SL, hier gibt es ein breitgefächertes Angebot an Möglichkeiten, dies auch ohne Geld zu tun. Hier kann ein Künstler seine RL-Werke ausstellen oder erschaffen, wie es ihm beliebt, und sofort ein Feedback dafür bekommen.

Da wird mit Farbe, Licht, Bewegung und Musik gearbeitet, andere Menschen miteinbezogen, künstlerischer Austausch und internationale Zusammenarbeit auf allen Ebenen gepflegt, wie es im RL nur mit Schwierigkeit zu erreichen ist. So sind mittlerweile etliche Gallerien entstanden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Künstler in Second Life zu fördern und ihnen die Räume zu schaffen, die sie verdienen. Schön ist es, dass sich dabei die finanzielle Seite nicht mehr so störend in den Weg stellt, wie im realen Leben.
Einer, der nicht davon leben muss, kann sich viel freier in seiner Kreativität entfalten und einer, der nichts daran verdienen will, kann viel offener auf neue Kunst zugehen, als bisher.

Und genau das sind die Bedingungen für eine interessante Weiterentwicklung von Kunst, deren Stagnation oft genug beklagt wurde. Grenzüberschreitende gemeinschaftliche Lust am Schaffen, Offenheit und Toleranz, befreit von Neid und Geldgier, das ist es, was Kunst braucht, um sich frei entfalten zu können, und genau das ist es, was hier in SL passiert. Es ist sehr spannend zu beobachten, was da alles entsteht und wie kreativ mit den Gegebenheiten umgegangen wird. Ich würde mich nicht wundern, wenn auf diese Weise neue, ganz großartige Künstler zu Ruhm gelangen, die sonst vielleicht kaum eine Chance gehabt hätten. Ebenfalls ist es interessant zu erleben, wie Künstler, die durch die gnadenlose Wirtschaftsgesellschaft an den Rand gedrängt wurden, hier wieder zu Wort kommen und zeigen können, was in ihnen steckt, unabhängig davon, wie alt, jung, hip oder angesagt sie sind. Das Können allein zählt, nicht die äußere Erscheinung.

Freiheit ist eine Münze mit zwei Seiten – es ist an der Zeit, nun auch die schöne Seite von Second Life zur Kenntnis zu nehmen!
Kya

Newbie Job / 2 Plakatwerber gesucht. Einfache Tätigkeit im Bereich der Laufwerbung. Erwartet werden Freundlichkeit, Loyalität, Zuverlässigkeit. Bei guter Arbeit weitere Ausbildung zum Landmakler. Gehalt: 50 Linden-Dollar pro Tag.“ – „Greeter und Portier für Luxus-Resort. Gesucht werden zuverlässige Residents, die auf einem SIM Besucher empfangen . . . ganz wie man es von First-Class-Hotels kennt. Voraussetzung: fließende Englisch-Kenntnisse, ein halbwegs netter Avatar, Erfahrung mit Transaktionen in SL; ihr solltet schon ein paar Monate alt sein für diesen Job. Gehalt je Stunde 275 Linden-Dollar. Wenn durch eure nette Beratung eine Insel vermietet wird, bekommt ihr einen Bonus von 1000 Linden-Dollar.“ So lesen sich Angebote auf dem virtuellen Arbeitsmarkt in „Second Life“ (SL). Noch sind es Mini-Jobs, die sich in wachsender Zahl im Internet recherchieren lassen. Aber längst winkt Fachleuten mit technischem Verständnis Geld ganz wie im echten Leben: „Wir suchen einen Graphiker, der anhand von Profil- und Frontfotos Avatargesichter modelliert/texturiert. Je nach Qualität und Wiedererkennbarkeit zahlen wir bis zu 200 Euro.“ Ist das ein Teil der Zukunft?

Hoffnung auf Imagetransfer

Offenbar arbeiten viele daran. Der Beratungsbedarf der Unternehmen sei gewachsen, sagt Thomas Schildhauer, Professor für Electronic Business an der Universität der Künste Berlin (UdK): „14.000 aktive Unternehmen in Second Life, das ist schon ein Wort.“ Immer öfter werde nach Studenten oder Absolventen gefragt, die helfen sollen, eine Marke in die virtuelle Welt zu übertragen. Wegen des Interesses an digitalen Welten gründen UdK und die Universität St. Gallen gerade ein gemeinsames Forschungszentrum. „Wir wollen Substanz gewinnen im Umgang mit dem Kommunikationsmedium“, sagt Schildhauer.

Ich betätige mich mal als “Personalberater”. Ich schlage folgende zukunftsweisende Recruiting-Strategie vor:

1.) Statt eines Zeugnisses schicken Bewerber einfach ihren Civilisation-Score per E-Mail ans Unternehmen.

2.) Statt eines Vorstellungsgespräches bekommen Bewerber eine Einladungen zur gemeinsamen “Die Sims”-Session.

3.) Gute Bewerber können ihre analytische Fähigkeiten bei einer Runde Online-Poker beweisen.

4.) Bewerber die in allen Vorrunden überzeugt haben werden dann zu einer LAN-Counterstrike-Party ins Unternehmen eingeladen. Wer gegen das Personalerteam gewinnt bekommt den Job. Herzlichen Glückwunsch!

Der Job? Manager in der virtuellen Welt.
Das Unternehmen? In der virtuellen Welt.
Das Produkt? Ebenfalls virtuell.
Die Bezahlung? Virtuelles Geld!

Das einzige Reale!

Im Mai hatte die RFH Köln Inworld zu einer Second-Live Vorlesung geladen. Auf dem Programm stand ein hochaktuelles Thema: Reiner Calmund in Second Life. Denn am neunten Mai eröffnete „Calli Island“ seine Pforten, eine für Fußball-Freunde und natürlich Reiner Calmund konzipierte Insel. Zu Gast waren in der Vorlesung Second-Life-Experte Mario Di Ninni, stellvertretender Geschäftsführer der Kölner Agentur Breitbandevent, die für die Entwicklung der Insel verantwortlich zeichnet. In seiner Einführung stufte RFH-Dozent Bernd Celt Second Life als „virtuelle Welt mit großem Potential“ ein, obgleich es noch zu lösende technische Probleme gebe. Als aktuelles Beispiel für die Möglichkeiten des Metaversums wurde an diesem Abend, zu dem sich rund 50 Studenten und Gasthörer in der virtuellen RFH eingefunden hatten, das eben eröffnete Calli Island. Duke Mayo, der Avatar Mario de Ninnis, stellte das Konzept der Insel vor und stand den Studenten im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Und hier noch meine Empfehlung zum Thema – Klick mich!

Pharao

Alte Meister, neue Wege
Wenn von den Neuheiten im Internet die Rede ist, von Youtube bis Blogs, werden die Meister der Renaissance und des Barock selten erwähnt. Jetzt hat sich etwas geändert: Eines der ehrwürdigsten Museen Deutschlands, die Dresdner Gemäldegalerie Alter Meister, ist in “Second Life”. Alle 750 Werke der ständigen Ausstellung sind online zu sehen. Das Haus und die Umgebung am Zwinger stehen nun auch in der 3D-Welt. Damit ist das Museum das erste dieser Größe, das sich ein originalgetreues Abbild in Cyberspace setzen lässt. Der “Second Louvre” etwa hat wenig mit dem echten zu tun.

Mehr als 100 Steinskulpturen sind in die Außenfassade eingelassen: eine verrückte Galerie des Historismus mit Bildnissen von Zeus bis Goethe.
All das wurde nun in “Second Life” nachgebildet oder wird in den kommenden Tagen hinzugefügt. Die Münchner Werbeagentur Avantgarde, die schon seit Jahren für die Staatlichen Museen Dresdens arbeitet, beauftragte ein chinesisches Studio mit dem digitalen Klonen der Galerie. So hat ein Dutzend Designer aus Wuhan den ganzen Zwinger, jeden Heizkörper nachgebaut und jedem Bild den richtigen Rahmen gegeben.

Dass Ausstellungen und Museen den Computer für sich entdecken, ist nicht neu. Der Künstler Jeffrew Shaw stellte 1991 in Karlsruhe ein “Interactive Museum” vor, damals noch ohne Internetverbindung. Die Berliner Alte Nationalgalerie hat seit sechs Jahren eine vorbildliche, auf der flexiblen Flash-Technologie basierende Internetseite. Second Life verbindet nun mit Online-Präsentationen als erstes Medium das Versprechen eines räumlichen Erlebnisses.

Zumindest in diesem Punkt hat man sich für Dresden viel mehr Mühe gegeben. Das virtuelle Abbild eines echten Ortes gehört zu den genauesten, die es in Second Life überhaupt gibt. Auf die kulturkritische Frage, warum es so etwas überhaupt geben muss, lässt sich antworten: Jüngeres Publikum wird auf das Museum aufmerksam gemacht.
Rob Schlittenbauer, Grenzach

Hintergrund-Info von ZAPP ;;)
Wie Medien die Internetwelt “Second Life” erobern

Nur was in “Second Life” stattfindet kommt in die Zeitung. Nach einen Foto-Shooting im Haus macht Reporter Schnabel sich auf die Suche nach interessanten Interviewpartnern. Die aufreizende Marilena hat Chancen, das “Seite 1 Girl” zu werden. Reporter Schnabel nimmt Kontakt auf. Nur über die Computertastatur können alle miteinander reden. Handies gibt es nicht und trotzdem funktioniert der Alltag. Rowan Barnett, Chefredakteur “The Avastarâ€?: “Wir machen alles fast in dieser Welt. Also, per Instant Message oder wir treffen uns in Second Life. Fünf feste und zweiundzwanzig freie Journalisten arbeiten bei “The Avastar”. Wer hinter einigen Figuren steckt, weiß noch nicht einmal der Chefredakteur. Die Redaktionsmitglieder bleiben virtuell – die Absprachen manchmal ebenfalls. Gregor Stemmle: “Die Anonymität dieser Welt birgt eine gewisse Unzuverlässigkeit, auch auf Seiten der freien Mitarbeiter. Und es ist nicht angesagt nach real life Koordinaten zu fragen, um die Mitarbeiter entsprechend dingfest zu machen. Sondern der freie Redaktions-Avatar möchte als Avatar angesprochen werden, und möchte in Lindendollar bezahlt werden und möchte sonst von sich nicht preis geben.”

Das ist Valentino Schnabel. Der Mann ist Kettenraucher, etwas übergewichtig und von Beruf Journalist. Er arbeitet für das Wochenmagazin “The Avastar”, ein englischsprachiges Boulevardblatt. Valentino Schnabel hat ein Büro, einen Computer und einen Chef, wie im wirklichen Leben. Fast. Valentino Schnabel ist ferngesteuert. Seine Welt – ein Spiel. Schnabels Alter Ego ist Volker Weinl. Mit Maus und Tastatur bewegt er sich als Reporter durch sein virtuelles Leben. Volker Weinl, Reporter “The Avastar”: “Von neun Uhr morgens ab an bin ich halt Valentino Schnabel. Dann ist halt mein normaler Name, meine normale Identität weg. Dann bin ich halt der Reporter in Second Life.” “Second Life” ist ein Online-Rollenspiel – am Bildschirm schaffen sich die Spieler ihr zweites ich – ihren Avatar. Und erkunden die nahezu grenzenlose Welt. Es gibt Straßen, Geschäfte und Autos.

Von Berufs wegen verbringe ich zwangsläufig so manche Stunde im Internet. Wenn ich diese Second-Life Diskussionen lese, muss ich mit dem Kopf schütteln. In dieser wunderbaren Jahreszeit ziehe ich es vor, mich an der blühenden Natur zu ergötzen und das Internet nur für das Nötigste zu benutzen. Auch sonst ziehe ich ein reales Gespräch mit Nachbarn oder ein Telefonat mit einem Freund vor, anstatt als Avatar durch virtuelle Welten zu schleichen.

Manchmal kommen mir die Second-Life-Protagonisten vor wie Lemminge auf ihrem letzten Zug zu den Klippen. Die „Online-Lemminge“ scheinen die Natur oder ihre Mitmenschen nicht zu brauchen und die durch unseren entfremdeten Lebensstil und Wesentliches wie z.B. die durch Klimakatastrophe bedrohte natürliche Umwelt in ihrem „Plastik Second Life“ zu ignorieren.

Dr. Richard Kleinschnittger, Warendorf

Die virtuelle Spielwelt Second Life hat nun auch ihren ersten, ganz eigenen Markenstreit: Kevin Alderman, ein ehemaliger Subunternehmer für Installationsarbeiten, hat sich auf die Herstellung von Sexspielzeugen für das Alternativdasein in Second Life spezialisiert.

Doch nun muss der selbst ernannte “Hugh Hefner des digitalen Zeitalters” feststellen, dass andere Mitspieler seine Kreationen kopieren und auch noch den gleichen Markennamen (“Sex Gen”) dafür verwenden. Hinzu kommt das Problem, dass diese Mitspieler ihr Unwesen in Gestalt anonymer Avatars treiben.

Nun muss Alderman also erst Verfügungen beantragen, mit denen er Second Life sowie Paypal dazu bringen kann, Kundeninformationen über den beziehungsweise die anonymen Markenverletzer preiszugeben. Dann kann er nach dem Umweg über ein reales Gericht dem virtuellen Treiben ein Ende setzen.

Wobei er anmerkt, dass ein virtuelles Gericht einen solchen Fall nicht klären könnte. Denn nur ein echter Richter kann echte Polizisten schicken, wie Alderman meint.

Die virtuelle Welt ist demnach also lückenhaft. Sie kennt wirksame Sexspielzeuge und Markenverletzungen, aber keine ebenso wirksame Justiz oder Polizei – was vielleicht gerade den Reiz des Ganzen ausmacht. Doch Männer wie Alderman werden schon noch dafür sorgen, dass diese Ungleichbehandlung ein Ende findet.

 
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